Gesundheit & Hygiene

Personalmangel erschwert Lebensmittelkontrollen

Eine Lebensmittelkontrolle bei einem Buffet
Der Erfüllungsgrad der planmäßigen Lebensmittelkontrollen liegt in manchen Städten bei gerade einmal 62 Prozent, wie es jetzt seitens des Frankfurter Ordnungsamts hieß. (© Andrey/stock.adobe.com)
Ausgebildete Lebensmittelkontrolleure sind absolute Mangelware und auf dem Stellenmarkt nicht verfügbar, berichtete dieser Tage ein Sprecher des Ordnungsamts Frankfurt.
Donnerstag, 05.03.2020, 09:59 Uhr, Autor: Thomas Hack

Ob Reaktionen auf Verbraucherbeschwerden oder Nachkontrollen nach Mängeln – in zahlreichen Städten können derzeit nicht alle geplanten Lebensmittelkontrollen vorgenommen werden, so etwa auch in Hessen. „Fertig ausgebildete Lebensmittelkontrolleure sind absolute Mangelware, auf dem Stellenmarkt nicht verfügbar“, erläuterte ein Sprecher der Frankfurter Ordnungsamts dazu. Dies habe zur Folge, „dass wir unsere Beschäftigten selbst ausbilden müssen.“ Insgesamt habe sich die Aufmerksamkeit für den Bereich Lebensmittelsicherheit in den letzten Jahren stark erhöht. Skandale um Gammelfleisch oder Keimbelastungen in Lebensmitteln führten zu mehr Anfragen. Doch auch in Frankfurt könne nur die Hälfte aller Plankontrollen bewältigt werden, wie es seitens des Ordnungsamts weiter dazu hieß.

Erfüllungsgrad der Kontrollen sehr gering

Frankfurt ist damit kein Einzelfall. „Der Erfüllungsgrad der planmäßigen Lebensmittelkontrollen lag im Jahr 2018 im Regierungsbezirk Darmstadt bei rund 62 Prozent“, sagte ein Sprecher des Regierungspräsidiums. Die neuesten Zahlen für 2019 lägen noch nicht vor. Etwas besser war die Situation in Mittelhessen. Die Erfüllungsquote in Mittelhessen dürfe sich bei den Plankontrollen um etwa 80 Prozent bewegen, sagte ein Sprecher des Regierungspräsidiums Gießen. Die Lage sei aber von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich.

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas (SPD), Bundesminister der Finanzen Lars Klingbeil (SPD)
Politik
Politik

Reformpaket der Koalition: Was auf das Gastgewerbe zukommt

Minijobs, Arbeitszeit und Bürokratie: Das neue Reformpaket der Koalition soll Deutschland aus der Krise führen. Für das Gastgewerbe bringt es mögliche Entlastungen – aber auch Unsicherheiten.
Preise an einer Tankstelle
Kostendruck
Kostendruck

Tankrabatt-Aus: Was bedeutet das für das Gastgewerbe?

Der Tankrabatt ist seit dem 1. Juli Geschichte – und die Spritpreise ziehen deutlich an. Für Hotels, Restaurants und Caterer kann das Folgen haben: etwa bei Lieferkosten, Mobilität und der Kaufkraft der Gäste.
Rezeptionistin mit Telefonhörer in der Hand schaut auf ihren Computer
Reformentwurf
Reformentwurf

Entwurf zur Arbeitszeit-Reform: Mehr Flexibilität für das Gastgewerbe?

Ein erster Entwurf zur Reform der Arbeitszeiten in Deutschland sickert durch. Und stößt sofort auf Widerspruch. Es geht um den Achtstundentag – und um mehr Flexibilität bei Dienstplänen, wie ihn Hotels und Restaurants bereits seit langem fordern.
Zwei Gastronomen bei der Abrechnung
Iran-Deal
Iran-Deal

Einigung zwischen USA und Iran: Entspannung für das Gastgewerbe in Sicht?

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges verständigt. Das nährt die Hoffnung auf wirtschaftliche Entspannung – auch für Hotellerie und Gastronomie.
Restaurantteam bespricht am Tablet die Dienstplanung im Betrieb
Politik
Politik

Teilkrankschreibung: Chance oder Konflikt?

Ein aktueller Vorstoß des Gesundheitsministeriums stellt Hotels, Restaurants und Caterer vor neue Praxisfragen. Ärzte warnen vor zusätzlicher Bürokratie, offener Haftung und fehlender Kenntnis der realen Einsatzbedingungen. Für Küchen, Service, Rezeption und Housekeeping könnte das Modell damit schneller Abstimmungsbedarf als echte Entlastung schaffen.
Gastronom bei der Abrechnung
Entlastungspaket
Entlastungspaket

Bundesregierung will 1.000-Euro-Prämie verlängern

Ursprünglich sollte sie nur für dieses Jahr gelten – nun will die Bundesregierung Arbeitgebern Zeit bis Ende Juni 2027 geben, um ihren Mitarbeitern 1.000 Euro Krisenprämie zu zahlen. Für das Gastgewerbe bleibt die Prämie jedoch umstritten – insbesondere mit Blick auf die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe.
Zwei Gastronomen bei der Abrechnung
Entlastungspaket
Entlastungspaket

1.000-Euro-Prämie: Kritik aus dem Gastgewerbe

Zusätzliche Belastung statt Entlastung? Die geplante steuer- und abgabenfreie Prämie für Mitarbeiter sorgt nicht nur im Gastgewerbe für deutlichen Gegenwind. Branchenvertreter warnen vor zusätzlicher Belastung der Betriebe.
Lager für Lebensmittel
Preisdruck
Preisdruck

Steigende Lebensmittelpreise belasten das Gastgewerbe – Politik prüft Entlastungen

Welche Folgen haben steigende Preise wegen des Iran-Kriegs? Erneut tagt eine Taskforce der Koalition. Sie nimmt auch steigende Lebensmittelpreise in den Blick. Könnte dies auch Entlastungen für das Gastgewerbe bringen?
In einer Restaurantküche
Nahostkonflikt
Nahostkonflikt

Iran-Krieg treibt Energie- und Lebensmittelpreise – mit Folgen für das Gastgewerbe

Der Krieg im Nahen Osten setzt die globale Versorgung unter Druck. Steigende Preise für Energie, Lebensmittel und Logistik könnten auch das Gastgewerbe zunehmend belasten.