Vorschlag

PCR-Testpflicht von Ungeimpften für Gastronomie

In der Diskussion um Einschränkungen für Ungeimpfte, spricht sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gegen das Vorhaben aus. Er bringt stattdessen eine PCR-Testpflicht für die Gastronomie und Veranstaltungen ins Spiel.

Montag, 09.08.2021, 08:57 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Karl Lauterbach

Karl Lauterbach spricht sich für eine PCR-Testpflicht von Ungeimpften für Restaurantbesuch und Veranstaltungen aus. (Foto: © picture alliance / Geisler-Fotopress | Frederic Kern/Geisler-Fotopress)

In der Diskussion um eine Ungleichbehandlung von Geimpften und Ungeimpften hat der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eine PCR-Testpflicht bei hohen Inzidenzen ins Gespräch gebracht, um Ungeimpfte nicht von Veranstaltungen oder Restaurantbesuchen auszuschließen. Lauterbach verwies in der „Rheinischen Post“ darauf, dass Antigen-Schnelltests in vielen positiven Fällen ein falsch-negatives Ergebnis lieferten. „Es ist also leider ein beträchtlicher Teil der Menschen infektiös, obwohl der Test das Gegenteil anzeigt“, sagte der SPD-Politiker. Dann sollte es für Ungeimpfte bei hohen Inzidenzwerten eine Pflicht für zuverlässigere PCR-Tests geben, damit sie an Veranstaltungen teilnehmen oder ins Restaurant gehen können. Eine Impfung sei der leichtere Weg wegen der höheren Kosten und des größeren Zeitaufwands von PCR-Tests, fügte Lauterbach hinzu.

Über Maßnahmen gegen eine neue große Corona-Welle wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten am 10. August beraten. Vom Gesundheitsministerium gibt es Überlegungen, dass bestimmte Beschränkungen bei höheren Infektionszahlen nur für Ungeimpfte gelten könnten.

(dpa/NZ)

 

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