Corona-Maßnahmen

Osterruhe gekippt

Die nach dem Bund-Länder-Gipfel angekündigte Osterruhe hatte nicht nur für Aufregung gesorgt, sondern auch viele Fragen bezüglich der Umsetzung aufgeworfen. Nun hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Regelung gekippt – und sich in einem Pressestatement entschuldigt.

Mittwoch, 24.03.2021, 13:47 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach massiver Kritik am Pandemie-Management der Regierung die geplante strikte Ostersperre rückgängig gemacht. (Foto: © picture alliance/dpa/AFP Pool)

In einer kurzfristig einberufenen Schalte mit den Ministerpräsidenten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den verschärften Osterlockdown gestoppt und als Fehler bezeichnet: „Um es klipp und klar zu sagen: Die Idee eines Oster-Shutdowns war mit bester Absicht entworfen worden, denn wir müssen es unbedingt schaffen, die dritte Welle der Pandemie zu bremsen und umzukehren“, erklärte die Kanzlerin am Mittag. Es habe jedoch zu viele Fragen gegeben, die in der Kürze der Zeit nicht hätten gelöst werden können. Deshalb es einzig und allein ihr Fehler, für den sie die Verantwortung trage. Sie bedauere die dadurch entstandene Verunsicherung zutiefst und bitte alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung. Das gesamte Statement finden Sie hier.

„Wir sind erleichtert über die Entscheidung der Bundeskanzlerin“

Mit großer Erleichterung reagiert der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) auf die Entscheidung von Kanzlerin Merkel, die angekündigte Osterruhe zurückzunehmen. „Der Gesundheitsschutz ist in diesen Zeiten das A und O, solch spontane Ruhetage hätten jedoch mehr Schaden als Nutzen gebracht. Kundenströme hätten sich verdichtet, die Infektionsgefahr wäre gestiegen. Die Versorgungssicherheit der Bevölkerung und der Landwirtschaft wäre in Gefahr geraten. Und Unternehmen hätten vielfältige zusätzliche Belastungen stemmen müssen“, sagt DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp.

(Pressestatement der Kanzlerin/dpa/NZ)

 

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