Gastgewerbe

Österreichs Westen führt wieder Sperrstunde ein

In drei österreichischen Bundesländern gilt ab Freitag wieder die Sperrstunde von 22 Uhr. Die Hoteliervereinigung fordert nun einen finanziellen Ausgleich für die Wirte. 

Mittwoch, 23.09.2020, 11:12 Uhr, Autor: Thomas Hack
eine Uhr an einem Restaurant

In Vorarlberg, Salzburg und Tirol dürfen die Gasthäuser nur noch bis 22 Uhr öffnen. (©Bryan/stock.adobe.com)

Die Corona-Regeln in Österreich werden wieder verschärft: In den Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg gilt ab kommenden Freitag eine Sperrstunde von 22 Uhr, während in allen anderen Gebieten die Restaurants hingegen weiterhin bis 1 Uhr öffnen dürfen. Diese Maßnahme soll zunächst einmal für drei Wochen gelten, wie die Landesregierungen sowie das österreichische Kanzleramt dieser Tage mitteilten. Bundeskanzler Sebastian Kurz  appellierte auch an die Bundesländer Wien und Niederösterreich, die Sperrstunde anzupassen.

Finanzieller Ausgleich für Gastgewerbe gefordert

Der Hintergrund dieser Verschärfungen sind die zuletzt stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen in Österreich. Zwar lebt mehr als die Hälfte der aktuell als erkrankt geltenden 8200 Menschen in Wien, aber auch Teile der drei westlichen Bundesländer, die an die deutschen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg grenzen, werden von österreichischen Experten als Gebiete mit hohem Risiko eingeschätzt. „Ein guter Teil der Infektionen jetzt sind auf Lokalbesuche und Reiserückkehrer zurückzuführen“, ließ Franz Allerberger von der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit dazu verlauten. Sich kürzere Zeit in einem Lokal aufzuhalten, mindere das Risiko einer Ansteckung. Die Hoteliervereinigung ÖHV forderte einen finanziellen Ausgleich für das Gastgewerbe. (dpa/TH)

 

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