Coronaschutz

Österreich schiebt Après-Ski einen Riegel vor

Um die Skisaison trotz Corona-Krise noch zu retten, hat die österreichische Regierung beschlossen, die Hütten-Gaudi in diesem Winter ausfallen zu lassen. Die Angst vor dem „zweiten Ischgl“ sitzt tief.

Freitag, 25.09.2020, 09:02 Uhr, Autor: Thomas Hack
Skifahrer beim Apres-Ski

Après-Ski wird es diesen Winter in der gewohnten Form nicht mehr geben. (© nagaets/stock.adobe.com)

Die österreichische Hütten-Gaudi namens Après-Ski wird in diesem Winter in der gewohnten Form nicht mehr stattfinden. Wie die Regierung dieser Tage mitteilte, soll es dichtgedrängtes Stehen in Bars und auf den Außenbereichen nicht mehr geben, Speisen und Getränke dürfen nur noch im Sitzen eingenommen werden. „Ski-Vergnügen ja, aber ohne Après-Ski“, ließ Kanzler Sebastian Kurz dazu verlauten. Bei ausgelassenen Feiern im berühmten Tiroler Skiort Ischgl hatten sich in der vergangenen Saison zahlreiche Touristen gerade auch aus Deutschland mit dem Coronavirus angesteckt. Tirols Landeschef Günther Platter begrüßte die Regeln und machte deutlich, dass Après-Ski gerade einmal drei Prozent der Wertschöpfung im Wintertourismus seines Bundeslands ausmachen würde.

Corona-Tests für Ski-Lehrer

Die neuen österreichischen Après-Ski-Regeln stellen dabei nur einen Teil eines Gesamtkonzepts für den Winter-Tourismus dar. So sei in Seilbahnen ein Abstand von einem Meter und Maskenpflicht vorgeschrieben, Skischulen sollten höchstens zehn Schüler pro Gruppe haben und die Durchmischung zwischen Gruppen verhindern, kündigte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger an. Außerdem sollen sich auch Skilehrer und Reisebegleiter zusätzlich zu Hotelmitarbeitern regelmäßig auf das Coronavirus testen lassen. (lby/TH)

 

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