Lockerungsschritte

Öffnungsaussichten für Österreichs Gastgewerbe

In einer Videobotschaft stellt Österreichs Kanzler Sebastian Kurz dem Gastgewerbe erste Öffnungsschritte für Mai in Aussicht. Tourismussprecher Robert Seeber begrüßt die Ankündigung, fordert jedoch auch die Verlängerung und Verbesserung der Unterstützung betroffener Betriebe.

Dienstag, 06.04.2021, 15:13 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Bundeskanzler Sebastian Kurz

Bundeskanzler Sebastian Kurz will den Tourismus in Österreich im Mai langsam wieder öffnen. (Foto: © picture alliance / HANS PUNZ / APA / picturedesk.com | HANS PUNZ)

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat in einer Videobotschaft auf Facebook Sport, Kultur, Gastronomie und Tourismus Öffnungsschritte für Mai in Aussicht gestellt. Bundesspartenobmann Robert Seeber begrüßt die Ankündigung, fordert jedoch im Hinblick auf die immer dramatischer werdende wirtschaftliche Situation weiterhin Solidarität zur Erhaltung der wertvollen touristischen Infrastruktur. Der oberste Tourismussprecher spricht sich daher für die Verlängerung und Verbesserung der Unterstützungen aus.

Dringend notwendig sei insbesondere ein auf Dauer des Lockdowns verbesserter Ausfallsbonus, die Prolongierung der Kurzarbeitsprämie, die Erhöhung der Deckelung des Fixkostenzuschusses von 1,8 auf 3 Millionen sowie die Verlängerung beziehungsweise Erweiterung der reduzierten Mehrwertsteuer.

Mitarbeiter in der Branche halten

Um einen dauerhaften Restart zu ermöglichen, sei es zudem wichtig, dass die bewährten Mitarbeiter in der Branche gehalten werden können. Die Initiative von Arbeitsminister Kocher und Tourismusministerin Köstinger zur Beachtung der Wiedereinstellungszusagen durch das AMS begrüßt Seeber daher ausdrücklich. Um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die wirtschaftliche Grundlage zur Überbrückung bis zum Wiederöffnen zu sichern, sei auch die Beibehaltung der Höhe des Arbeitslosengeldes anstatt der knappen Notstandshilfe dringend notwendig.

„Die Tourismusbranche brauche jetzt in der letzten Durstphase der Pandemie weiterhin Unterstützung, wenn wir nicht wollen, dass viele unschuldig in Not geratene Betriebe, die unsere touristische Landschaft bereichern, vom Markt verschwinden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren“, heißt es in der Meldung der WKÖ.

Öffnungen gegen Privatparties

Je länger der Lockdown dauert, umso mehr feiern Privatparties „fröhliche Urstände“ und sind ein permanenter Herd der Ansteckung. Seeber unterstützt daher die Ankündigung von Bundeskanzler Kurz so rasch wie möglich die Tourismusbetriebe wieder zu öffnen und fordert die rasche Festlegung eines fixen Datums.

(WKÖ/FB/NZ)

 

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