"Projekt Räderwerk"

Neue Kontroll-Organisation schikaniert Gastronomen

In Norddeutschland schlossen sich Behörden, Kommunen und weitere Entscheidungsträger zum Projekt „Räderwerk“ zusammen. Ihr Ziel: In einem „ganzheitlichen Bekämpfungsansatz“ Verstöße in der Gastronomie aufzudecken. 

Freitag, 20.09.2019, 09:37 Uhr, Autor: Thomas Hack
Eine Frau zeigt anklagend mit dem Finger auf jemanden

Neben „Topf Secret“ tritt nun mit dem Projekt „Räderwerk“ eine neue Kontrollorganisation auf den Plan. (© michaelheim/Fotolia)

Gastronomen und Hoteliers müssen sich auf eine neue Organisation einstellen: Wie die Deutsche Presseagentur mitteilt, kontrollierte ein Projekt namens „Räderwerk“ dieser Tage mit rund 170 Einsatzkräften unangekündigt mehrere gastronomische Betriebe in sieben Städten des Heidekreises in Norddeutschland. Eine Woche zuvor nahm die Organisation Friseure, Hotels und Kfz-Händler innerhalb und außerhalb des Landreises unter die Lupe. Jetzt wurden unter anderem Vertreter von Polizei, Zoll, Finanzbehörden und Kommunen auch in Restaurants, Shisha- und Cocktail-Bars, Grills und anderen gastronomischen Betrieben in Soltau, Schneverdingen, Bispingen, Munster, Neuenkirchen, Bad Fallingbostel und Schwarmstedt vorstellig. Die Polizei ebnete mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei den Weg für eine geschützte Kontrollmaßnahme.

Einsatzstab koordiniert von Polizeiinspektion aus

Ein kleiner Einsatzstab, bestehend aus Vertretern verschiedenster Behörden koordinierte den Einsatz aus einem Lagezentrum am Sitz der Polizeiinspektion in Soltau heraus. Polizeilich sind – außer einer Person, die zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war – bei den Überprüfungen keine Feststellungen getroffen worden. Die Netzwerkpartner meldeten Verstöße gegen die Spielverordnung, den Glücksspielstaatsvertrag, Steuerverstöße und Feststellungen hinsichtlich unzulässiger Kassenführung. „Räderwerk“ steht für einen Zusammenschluss verschiedenster Behörden und Entscheidungsträger im Heidekreis, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, in einem „ganzheitlichen Bekämpfungsansatz eng vernetzt vorzugehen“, wie es in der Pressemeldung heißt. Die Kooperationspartner wollen eigenen Angaben zufolge gegen die Ablehnung bestehender Normen und Gesetze sowie kriminelles Verhalten offen und entschlossen bei niedriger Einschreitschwelle entgegentreten, so die wörtliche Erklärung. (ots/TH)

 

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