FDP-Abgeordneter Niko Reith

„Landesregierung, wird der Totengräber dieser Branchen“

Seit 15. Oktober gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung. FDP-Abgeordneter Niko Reith kritisiert diese scharf: Gastronomen würden zu „Hilfssheriffs“ der Executive gemacht.

Freitag, 15.10.2021, 08:21 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Niko Reith

FDP-Abgeordneter Niko Reith meint, die neue Corona-Verordnung Baden-Württembergs gängelt Gastronomie und Handel. (Foto: © FDP/DVP-Fraktion Baden-Württemberg)

Die am 15. Oktober in Kraft tretende Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg verschärft ein weiteres Mal die Arbeitsbedingungen in der Gastronomie, dem Handel sowie in Dienstleistungsbetrieben wie Friseuren. „Wenn die Landesregierung dies weiter so betreibt, wird sie der Totengräber dieser Branchen!“, so Niko Reith, Abgeordneter der FDP. Konkret kritisiert Reith die Einschränkung der Testgültigkeit beim 3G-Modell auf die Einrichtung. Danach ist ein Test, den Ungeimpfte beim Restaurantbesuch machen, nur in dieser Einrichtung gültig und kann nicht darüber hinaus genutzt werden. Offen bleibt dabei die Frage, wie es sich mit Tests verhält, die am Arbeitsplatz ausgestellt werden. „Es zeigt ein weiteres Mal, dass Verordnungen der Grün-Schwarzen Landesregierung nicht zu Ende gedacht werden“, ist sich Reith sicher.

2G erhöht Druck auf Betreiber

Der zweite noch viel stärkere Kritikpunkt: Mit der Einführung des optionalen 2G-Modell in der Basisstufe macht die Landesregierung die Gastronomen, Einzelhändler und Friseure zu „Hilfssheriffs“ der Executive und erhöht so den ohnehin schon großen Druck dieser Betreiber. „Ich stelle mir die Frage, wie der Betreiber einer Kneipe, in der das 2-G-Modell gilt, reagieren soll, wenn ein Ungeimpfter, der sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann, sein vollbesetztes Lokal betritt.“ Reith ist sicher, dass diese Frage auch auf Seite der Landesregierung keiner erschöpfend beantworten kann!

(Wahlkreisbüro/NZ)

 

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