Dehoga Bayern

Keine einseitige Verschärfung für das Gastgewerbe

Angesichts der angekündigten Verschärfungen der Corona-Auflagen fordert der Dehoga Bayern keine einseitige Benachteiligung des Gastgewerbes. Entscheidend sind Maßnahmen, die wirkungsvoll und verhältnismäßig sind. 

Freitag, 29.10.2021, 13:52 Uhr, Autor: Martina Kalus
Gastronom mit Mundschutz

Der Dehoga Bayern fordert keine einseitige Benachteiligung des Gastgewerbes. (Foto: © Drazen/stock.adobe.com)

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern fordert angesichts der angekündigten Verschärfungen keine einseitige Benachteiligung des Gastgewerbes. „Wir verschließen nicht unsere Augen vor dem ansteigenden Infektionsgeschehen, bevor ich aber in gastgewerblichen Betrieben aus 3G ein 3G plus oder 2G mache, sollte zunächst einmal die große Masse an Bereichen, in denen gar nichts gilt, 3G einführen“, fordert Dehoga Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer: „Das Gastgewerbe war nie Infektionstreiber, warum führt man nicht 3G zum Beispiel an allen Arbeitsplätzen ein? Dort, wo täglich Menschen über viele Stunden aufeinandertreffen?“

Eigenverantwortung stärken

Entscheidend sind Maßnahmen, die wirkungsvoll und verhältnismäßig sind. In diesem Zusammenhang fordert Inselkammer die Eigenverantwortung jedes Einzelnen zu stärken: „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel: Nach über eineinhalb Jahren Pandemie müssen wir alle lernen mit dem Virus zu leben. Dazu zählt auch, sich an geltende Regeln zu halten. Unsere Wirte werden mehr und mehr zu Hilfs-Sheriffs umfunktioniert, indem sie neben der Umsetzung aller Schutz- und Hygienekonzepte noch Impfstatus, Genesenenzertifikate, PCR-Testergebnisse und Personalausweise fehlerfrei kontrollieren müssen – und wenn dann etwas nicht passt, werden sie bestraft.“ Inselkammer: „Wenn allgemein bekannt ist, welche Regeln in der Gastronomie gelten, warum wird dann der Wirt noch zur Kasse gebeten, wenn Gäste dagegen verstoßen? Wenn ich auf der Straße zu schnell fahre, muss ich dafür geradestehen, nicht die Straßenmeisterei. Der Einzelne muss mehr in die Pflicht genommen werden, denn nur, wenn er die Konsequenzen gegen einen Verstoß zu tragen hat, wird er daraus lernen.“

„Zudem muss man akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich nicht impfen lassen wollen und laut aktueller Studie dies auch künftig nicht machen werden“, ergänzt Inselkammer, „dies gilt es zu respektieren, jedoch darf dies nicht weiter auf Kosten in Form von Einschränkungen der überwältigenden Mehrheit der Geimpften und Genesenen geschehen.“

(Dehoga Bayern/MK)

 

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