Novemberhilfen

IHA: „Für manches Hotel bleibt kaum etwas übrig“

Der Hotelverband Deutschland kritisiert in einem Statement aktuelle Berechnungen des Wirtschaftsinstitus, die die Novemberhilfen für die Gastgewerbe-Branche als zu hoch ansehen würden.

Montag, 30.11.2020, 14:46 Uhr, Autor: Thomas Hack
Coronahilfen

Hat die Politik bei den Novemberhilfen die „Spendierhosen“ an? Der IHA setzt sich gegen solche Vorwürfe nun in einem Statement zur Wehr. (©studio v-zwoelf/stock.adobe.com)

Laut einem dieser Tage veröffentlichten Bericht der Welt am Sonntag würden einige betroffene Betriebe des Gastgewerbes durch die Novemberhilfen mehr verdienen als ohne Lockdown-Unterstützung. Gestützt soll diese Aussage offensichtlich auf Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sein. So etwa hätten die Verfasser der Berichts angemerkt, dass bei den Gastgebern schließlich „gut ein Viertel der Personalkosten entfällt“. Gegen solche Aussagen wehrt sich nun der Hotelverband Deutschland (IHA), der in einem Statement deutlich macht, dass hier „nicht mit der erforderlichen Sorgfalt und Genauigkeit“ agiert worden wäre – mit schlagkräftigen Begründungen.

Kein Hinweis auf Deckelung der Novemberhilfe

Im IHA-Statement heißt es bezüglich der Personalkosten unter anderem wörtlich: „Da stellt sich doch die Frage, ob den IW-Berechnern entgangen ist, dass bei der „Novemberhilfe“ den Unternehmen das Kurzarbeitergeld abgezogen wird? Mithin also im Gastgewerbe mit den Personalkosten das Gros der variablen Kosten? Ebenso wenig findet sich ein Hinweis auf die Deckelung der „Novemberhilfe“. Denn schließlich werden eventuell bereits gewährte Soforthilfe, Überbrückungshilfe und sogar der KfW-Schnellkredit (ein zurückzuzahlender Kredit) auch noch abgezogen. Da bleibt für so manches Hotel kaum etwas übrig von der „Novemberhilfe“.

 

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