Beschluss

Genuss Regionen: Mitglieder für Eigenständigkeit

Im Rahmen der außerordentlichen Generalversammlung der Genuss Region Österreich wurde dieser Tage über die Zukunft dieser Kulinarik-Initiative diskutiert. Zahlreiche Obleute und Mitglieder erarbeiteten gemeinsam, welche Rahmenbedingungen es in Zukunft braucht.

Dienstag, 15.11.2016, 14:40 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Kühe auf Weide

© LFZ/Buchgraber

Die Entscheidung des Landwirtschaftsministeriums, die Genuss Regionen künftig nicht mehr zu unterstützen, war für die Organisation ein schwerer Schock. Ein klares Bekenntnis zur eigenständigen Fortführung der Genuss Region Österreich in der bewährten Struktur wurde jetzt bei einer Generalversammlung in Wals-Siezenheim abgegeben. Von vielen Teilnehmern wurde eindrücklich dargelegt, dass die Marke und Initiative GRÖ historisch gewachsen ist, von der Basis aufgebaut und mit viel Fleiß und Arbeit von kleinstrukturierten Betrieben ehrenamtlich mit Leben erfüllt wurde. Das will man sich nicht von der Politik und dem starken Handel aus den Händen reißen lassen, so der einhellige Tenor.

Klargestellt wurde zudem, dass Verhandlungen über die strategische Weiterentwicklung der Genuss Regionen nicht über einzelne Vereine geführt werden können, sondern ausschließlich mit dem vor Ort nominierten und bestätigten Verhandlungsteam. Insbesondere wurde auch festgelegt, dass die vorhandene Infrastruktur der Genuss Region Österreich von den neuen Fördernehmern genutzt werden müsse und keine Konkurrenz zu laufenden Projekten über Fördermittel neu aufgebaut werden soll, sondern eine abgestimmte Vorgangsweise gemeinsam gesucht wird.

Beschlossen wurde weiters:

  • Erhalt der schlanken, selbstbestimmten, durch das Ehrenamt gestützten Struktur zur Erfüllung der Kernaufgaben
  • Weiterführung der Genuss Regionen Marketing GmbH als bewährte Servicestelle mit stark reduzierten Fixkosten und mit der Unterstützung der bundesweiten Experten der letzten Jahre
  • Angestrebt wird, dass mit den in den Clustern und im Netzwerk Kulinarik für die Genuss Regionen budgetierten Geldern die bisherigen Verantwortlichen beauftragt werden

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