Gemeinschaftsverpflegung

Eine Mindestquote für Bio-Lebensmittel in Kantinen?

Die Grünen im bayerischen Landtag machen sich für eine bewusstere Ernährung in Schulen und Kantinen stark. Damit soll auch der ökologische Anbau gefördert werden. Kopenhagen ist dafür ein Beispiel.

Freitag, 10.05.2019, 10:44 Uhr, Autor: Kristina Presser
Mann trägt Tablett mit Nudeln

Das Essen in bayerischen Kantinen und der bayerischen Schulverpflegung soll mehr Bio-Lebensmittel enthalten, fordern die Landtags-Grünen. (Foto: © Fotolia/Gerhard Seybert)

Mindestens 30 Prozent Bio-Lebensmittel sollen nach Forderung der Landtags-Grünen in staatlichen Kantinen und der Mittagsverpflegung an bayerischen Schulen verarbeitet werden. Wie die agrarpolitische Sprecherin Gisela Sengl kürzlich in München sagte, müsse das eine Maßnahme sein, um die Vorgaben aus dem Volksbegehren Artenvielfalt zu erreichen. Der Gesetzentwurf verlangt eine Erhöhung des Anteils des ökologischen Anbaus in Bayern auf 30 Prozent bis 2030.

Damit das Ziel erreicht werden könne, müsse auch der heimische Bio-Lebensmittelmarkt angekurbelt werden, meint Gisela Sengl. Gemeinschaftsverpflegungs-Einrichtungen seien dabei ein ganz zentraler Faktor. Sie rechnete vor, dass schon die Umstellung auf zwei Mal Bio-Joghurt pro Woche für Schulkinder 24 neue Bio-Betriebe erfordern würde. Und sie verwies auf Kopenhagen als Beispiel: Binnen weniger Jahre sei es dort gelungen, den Anteil von Bio-Lebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung auf 90 Prozent anzuheben. Die Grünen-Sprecherin erneuerte in dem Zusammenhang auch die Forderung, die Kosten für das Mittagessen für alle Ganztags-Schüler sollten vom Freistaat übernommen werde. (dpa/lby/KP)

 

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