Finanzhilfen

Der Protest wird lauter

Mit einer weiteren Protestaktion haben Gastronomen und Hoteliers vor dem Landtag in Schwerin ein Ende der Schließungen und wirksame Finanzhilfen vom Staat gefordert.

Mittwoch, 14.04.2021, 12:55 Uhr, Autor: Martina Kalus
Erhobene Hand bei einer Protestaktion

Mehrere Redner machten sich erneut für wirksame Finanzhilfen stark. (Foto: © ink drop/stock.adobe.com)

Die Hoffnung auf bessere Geschäfte für Hotelbetreiber und Gastronomen zu Ostern hat sich zerschlagen. Und die steigenden Infektionszahlen trüben auch die Aussichten für Pfingsten. Deshalb protestierten Gastronomen und Hoteliers gemeinsam mit Einzelhändler und Schaustellern am Mittwoch (14.4) erneut vor dem Landtag in Schwerin. Der Lockdown soll beendet und wirksame Finanzhilfen ausbezahlt werden.

Hilfen sollen aufgestockt werden

„In den Unternehmen herrscht seit fast einem halben Jahr Stillstand. Sie haben gewaltige Opfer gebracht. Wir müssen endlich raus aus diesem Dauerlockdown“, sagte der Präsident des Landesverbandes für Hotel und Gaststätten, Lars Schwarz.

Es mache sich pure Verzweiflung breit. In vielen Fällen seien die versprochenen Zuschüsse spät oder gar nicht angekommen. „Und die Überbrückungshilfe drei reicht hinten und vorne nicht“, konstatierte Schwarz. Er forderte die Politik auf, die Hilfen aufzustocken und gezielte Maßnahmen zur wirksamen Eindämmung des Infektionsgeschehens zu ergreifen.

Finanziell am Ende

Auf dem Platz vor dem Landtag machten mehrere Redner nochmals deutlich, dass sie finanziell am Ende seien. Ein Vertreter des Schaustellerverbandes verwies darauf, dass einige Unternehmen dieser Branche seit Weihnachten 2019 keine nennenswerten Einnahmen mehr erzielt hätten. „Wir brauchen Hilfe“, rief er den Abgeordneten im nahe gelegenen Schweriner Schloss zu.

Die Sieben-Tage-Inzidenz war am Dienstag in Mecklenburg-Vorpommern über 150 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche gestiegen. Schon bei einem Wert von über 100 greift die sogenannte Notbremse und es sollen zuvor gewährte Lockerungen wieder zurückgenommen werden.

(dpa/MK)

 

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