Politik

Dehoga fordert weitere Lockerungen in der Gastro

Dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband gehen die Corona-Lockerungen im Gastgewerbe nicht weit genug. Dem Verband zufolge müsste unter anderem die Maskenpflicht im Außenbereich fallen.

Montag, 06.07.2020, 09:29 Uhr, Autor: Thomas Hack
Ein Restaurantgast mit Mundschutz

Wird es in den bayerischen Restaurants bald keine Mundschutzpflicht mehr geben? Dem Dehoga zufolge müssten jetzt neue Lockerungen erfolgen. (© winyu/stock.adobe.com)

Der Dehoga Bayern möchte weitere Corona-Lockerungen für die Gastronomie durchsetzen. „Wir fordern Öffnungsperspektiven für alle – auch für die Schankwirtschaft“, sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert dazu. „Auch Clubs und Diskotheken können unsere funktionierenden Hygienekonzepte einhalten.“ Es sei „nicht nachvollziehbar, warum man im privaten Umfeld mit einer unbegrenzt großen Anzahl an Personen feiern darf, in der Diskothek aber nicht“, sagte er. Er forderte die Staatsregierung darum auf, Betreibern wenigstens das Ausrichten privater Feiern zu erlauben. Ein reduzierter Umsatzsteuersatz sei gut und schön. „Aber man muss den Betreibern auch ermöglichen, überhaupt Umsatz zu machen.“

Maskenpflicht im Außenbereich abschaffen

Ein großes Thema für Hotels seien Tagungen und Veranstaltungen. Dadurch, dass ein Sicherheitsabstand zwischen den Teilnehmern gewährleistet werden müsse, sei das für viele Betreiber nicht rentabel. „Und es ist auch nicht nachzuvollziehen. Im Tagungsraum müssen die Teilnehmer weit auseinander sitzen und in der Kaffeepause drängen sie sich zu zehnt um einen Stehtisch“, sagte Geppert. Er forderte außerdem, die Maskenpflicht in Gaststätten – zumindest im Außenbereich – abzuschaffen, um beispielsweise Kellner bei den warmen Sommertemperaturen zu entlasten. Er begrüße das vorsichtige Vorgehen der Staatsregierung, betonte er. „Aber wir erleben in dieser atmenden Strategie gerade eher ein Luftanhalten.“ (lby/TH)

 

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