Hilfsgelder

CDU-Politiker fordert „Härtefallmanager“ für Gastbetriebe

Da Kreisabgeordnete die Gastbetriebe vor Ort am besten kennen, könnten diese mithelfen, die Entscheidung des Bundes über Hilfsgelder zu beschleunigen – so der Vorschlag eines CDU-Abgeordneten.

Mittwoch, 10.02.2021, 10:15 Uhr, Autor: Thomas Hack
Ein Härtefallmanager in einem Hotel

Wahlkreispolitiker könnten als Vermittler zwischen Bundesregierung und Gastgebern eingesetzt werden – so ein ungewöhnlicher Vorschlag eines CDU-Politikers. (© Andrey/stock.adobe.com)

Ein ungewöhnlicher Vorschlag zur schnelleren Unterstützung von Gastgebern kommt nun vom CDU-Wirtschaftspolitiker Christian von Stetten: Damit Coronahilfen an die Betriebe schneller ausgezahlt werden können, müsse ihm zufolge die Bundesregierung Wahlkreisabgeordnete als „Härtefallmanager“ anerkennen. Hintergrund sind angemessene Höhen bei Abschlagszahlungen der November- und Dezemberhilfen für Betriebe im Lockdown. „Ich bin nicht bereit, mit anzusehen, wie Dutzende von Hotel-, Gastronomie- oder Freizeitbetriebe in meinem Wahlkreis in Zahlungsschwierigkeiten geraten, nur weil der Staat nicht in der Lage ist, Einzelfallentscheidungen über angemessene Höhen von Abschlagszahlungen zu treffen“, so der Abgeordnete im Wahlkreis Schwäbisch Hall.

„Unternehmen müssen schnell adäquate Summe erhalten“

„Notfalls brauchen wir unkonventionelle Lösungen“, sagte von Stetten. Mit Hilfe einer Plausibilitätsberechnung sei er selbst beispielsweise in der Lage, einzuschätzen, ob das Unternehmen mit den bisher gewährten 50 000 Euro als Vorschuss ausreichend bedient sei oder nicht. „In meinem Wahlkreis kenne ich 70 Prozent aller Hoteliers, Restaurantbetreiber und Veranstalter, zwar nicht jede Imbissbude aber die Mehrheit der mittelgroßen Unternehmen persönlich.“ Hauptsache sei es, dass die Unternehmen jetzt schnell eine adäquate Summe als Abschlagszahlung erhalten, um ihre monatlichen Kosten bezahlen zu können. (dpa/TH)

 

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