Ministerpräsidentenkonferenz

2G-Plus für Restaurants beschlossen

Bund und Länder haben sich auf das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie geeinigt. Wie sich vorab bereits ankündigte, gilt in gastronomischen Betrieben künftig bundesweit die 2G-Plus-Regel.

Freitag, 07.01.2022, 17:15 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Olaf Scholz

Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten haben sich auf strengere Regeln für die Gastronomie geeinigt. (Foto: © picture alliance / ASSOCIATED PRESS | John MacDougall)

„Klar ist, Omikron wird uns noch lange beschäftigen und deswegen kann man auch keine Entwarnung für unser Gesundheitssystem aussprechen“, erklärt Bundeskanzler Olaf Scholz nach den Beratungen von Bund und Ländern und warnt: „Wir werden – das muss mit aller Klarheit und Deutlichkeit gesagt werden – höhere Infektionen sehen und es wird auch viele neue Patienten in den Krankhäusern geben. Deshalb müssen wir uns auf diese Situation vorbereiten – und tun das auch.“ Scholz ruft daher erneut zum Impfen auf. Es gelten künftig jedoch auch strengere Corona-Maßnahmen.

2G-Plus in der Gastronomie

„Wir wissen das Omikron viel ansteckender ist als bisherige Virus-Varianten, deswegen sind wir darüber eingekommen, dass wir das, was in einigen Bundesländern schon gilt, jetzt flächendeckend einführen“, so Scholz weiter. „Nämlich das man in Restaurants und Kneipen, wo man keine Masken tragen kann, wenn man am Platz sitzt und isst oder trinkt, auch entsprechend klare Regelungen haben. Deswegen gilt in Restaurants, Cafés und Kneipen künftig die 2G-Plus-Regel. Geimpfte und Genesene benötigen demnach auch einen negativen Test. Geboosterte sind von der Testpflicht ausgenommen.

„Das ist eine strenge Regelung“, gibt Scholz zu. „Aber es ist eine notwendige, die dazu beiträgt, dass wir besser vorankommen und das wir die Infektionen besser kontrollieren können als das jetzt der Fall ist.“ „Das ist ein zusätzlicher Anreiz für das Boostern, das ist ein gewünschter Anreiz, den wir auch wollen“, ergänzte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey.

Das gilt darüber hinaus

Gleichzeitig bleiben die geltenden Kontaktbeschränkungen in Kraft. Private Zusammenkünfte sind für Geimpfte und Genesene demnach mit maximal 10 Personen erlaubt. Ungeimpfte eines Haushalts dürfen sich hingegen nur lediglich höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes treffen.

Neue Quarantäneregeln

Zudem wurden neue Quarantäneregelungen verkündet: So gibt es für geboosterte Kontaktpersonen keine Quarantäne mehr. „Alle anderen können nach zehn Tagen die Isolation verlassen, wenn keine Symptome da sind“, erklärte Scholz. „Und diese Frist kann auf sieben Tage verkürzt werden, wenn Betroffene einen PCR-Test oder einen anerkannten Schnelltest haben.“

 

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