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Wiener Opernball 2021 abgesagt

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde Österreichs wichtigstes Groß-Event abgesagt. Damit entgehen der Staatsoper Einnahmen von mehr als einer Millionen Euro.

Donnerstag, 24.09.2020, 11:08 Uhr, Autor: Thomas Hack
Der Wiener Opernball

Für die Freunde des Wiener Opernballs wird auch 2021 ein trauriges Jahr. Aus Sicherheitsgründen wurde dieser von der Regierung abgesagt. (©Janni/stock.adobe.com)

Der Wiener Opernball 2021 wird aufgrund der anhaltenden Coronakrise entfallen, wie die Regierung dieser Tage im Ministerrat verkündete. „Aufgrund der Corona-Situation wäre es verantwortungslos, den Ball in gewohnter Art und Weise abzuhalten, ließen der österreichische Kanzler Sebastian Kurz sowie Vizekanzler Werner Kogler dazu verlauten. Der Opernball sei für Wien und Österreich als Kulturnation ein großes Aushängeschild und die Entscheidung sei nicht leicht gefallen. „Aber die Tatsache, dass gerade Feste und Feiern ein Ort der Ansteckung sind, veranlassen uns zur Absage“, hieß es weiter. Die Tickets für das berühmte Groß-Event, das eigentlich am 11. Februar stattfinden sollte, kosten üblicherweise zwischen 315 Euro und 23 600 Euro für eine Loge. Die Staatsoper, ein Unternehmen im Staatsbesitz, macht nach Abzug aller Kosten einen Gewinn von mehr als einer Million Euro.

Auch andere Bälle fallen diese Saison aus

Auch eine abgespeckte Variante des Opernballs würde nicht in Frage kommen, erklärte Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. Laut Staatsopern-Direktor Bogdan Roscic ist bereits zugesagt, dass der Staat als Eigentümer den Einnahmenverlust abdecken werde. Bereits vorher waren mehrere andere Bälle der Wiener Ballsaison abgesagt worden. Laut Wien Tourismus gibt es rund 450 Bälle pro Jahr, vergangene Saison sollen sie laut Wirtschaftskammer rund 520 000 Besucher gehabt haben. Etwa 151 Millionen Euro landeten in den Kassen von Veranstaltern, Bekleidungsgeschäften, Friseuren, Restaurants und auch Tanzschulen. Der Opernball wurde seit seiner Wiederaufnahme im Jahr 1956 nur einmal im Jahr 1991 aufgrund des Golfkriegs abgesagt. (dpa/TH)

 

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