Rekordversuch

Weltgrößter Semmelknödel im Berggasthof „Zum Steira“?

Riesen-Semmelknödel
Küchenchef Christoph Führer (links) vom Berggasthof „Zum Steira“ auf dem Hoherodskopf im hessischen Vogelsberg begutachtet den soeben auseinandergebrochenen, mehr als 100 Kilogramm schweren Semmelknödel. Der Rekord für den größten Semmelknödel der Welt konnte daher vom Rekord-Institut Deutschland (RID) nicht anerkannt werden. (Foto: © picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst)
Mit einem mehr als 100 Kilogramm schweren Semmelknödel wollte der mittelhessische Berggasthof „Zum Steira“ auf dem Hoherodskopf im Vogelsberg am Samstag einen Weltrekord aufstellen. Voraussetzung für das Gelingen des Rekordversuches war es jedoch, dass der Riesen-Knödel beim Servieren heil bleibt.
Montag, 12.09.2022, 12:07 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Man wollte den größten Semmelknödel der Welt servieren – doch der Rekordversuch ist leider gescheitert. Der gigantische Klops sei beim Servieren im mittelhessischen Berggasthof „Zum Steira“ in mehrere Teile zerbrochen, sagte Rekord-Richter Olaf Kuchenbecker vom Rekord-Institut für Deutschland (RID).

Trotzdem sollte der Riesen-Knödel im Rahmen eines „Wiesnfestes“ anschließend von den Gästen des Berggasthofs verzehrt werden, wie Olaf Kuchenbecker sagte.

Keine Lebensmittelverschwendung

In seinen Regularien schreibt das Institut vor, dass weltrekordwürdige Speisen optisch dem Original entsprechen und servierfähig sein sollen. Um keine Lebensmittelverschwendung zu betreiben, sollten zudem genug hungrige Schaulustige vorhanden sein, um die Mega-Speisen anschließend auch zu verzehren.

So enthielt der Semmelknödel vom Hoherodskopf 30 Kilogramm Knödelbrot, 30 Liter Milch, 15,5 Kilogramm Zwiebeln, 3,5 Kilogramm Butter, 17,55 Kilogramm Vollei und 2,8 Kilogramm Petersilie, wie der Wirt Thomas Jager sagte. Hinzu kamen demnach 2,5 Kilogramm einer geheimen Gewürzmischung, die der Koch nicht preisgeben wollte. Damit die Zutaten alle gut durchgaren, war der Knödel bereits in der Nacht zum Samstag „zu Wasser gelassen“ worden.

Weltrekord nie eingetragen

Zuletzt war es Anfang August 2010 im niederbayerischen Kollnburg geglückt, einen 87,7 Kilogramm schweren Semmelknödel heil aus dem Wasserbad zu hieven und zu servieren, wie RID-Rekordrichter Olaf Kuchenbecker sagte – doch sei dieser Weltrekord nie eingetragen worden. Dennoch habe man zuvor festgelegt, dass das Gewicht bei dem Versuch auf dem Hoherodskopf deutlich überboten werden sollte.

Das RID ist das deutschsprachige Pendant zum international ausgerichteten Guinnessbuch der Rekorde. Es sammelt und prüft Höchstleistungen aus dem deutschen Sprachraum und erkennt Weltrekorde an.

(dpa/SAKL)

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