HGK-Future Day

„Sind wir bereit für neue Lösungsansätze?“

In den letzten 18 Monaten hat sich in puncto Digitalisierung einiges getan. Diesen Wandel gilt es nun zu nutzen, um einerseits den Erwartungen der Gäste gerecht zu werden und andererseits von den Vorteilen zu profitieren.

Dienstag, 28.09.2021, 09:41 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Aufsteller mit QR-Code für die Speisekarte auf dem gedeckten Tisch

Ob digitale Speisekarte oder Mobile Payment – die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in Hotellerie und Gastronomie beschleunigt. (Foto: © Kathy images – stock.adobe.com)

„Hospitality goes digital“. Vertreter aus Gastronomie und Hotellerie informierten sich am 19. und 20. September auf dem Tobit.Campus in Ahaus, wie eine wettbewerbsfähige Branche in Zukunft aussehen wird und mit welchen Lösungsansätzen sich neue Herausforderungen jetzt anpacken lassen. Gerade in den letzten Monaten habe die Digitalisierung einen großen Schritt nach vorn gemacht, leitete Joachim Schütt, Leiter Marketing, PR und Online-Vermarktung bei der HGK und Moderator des Events, die Veranstaltung ein. „Wir alle haben festgestellt, dass vieles, was wir vor Jahren nicht mal gedacht haben, doch gut funktioniert.“ „Alles was digitalisiert werden kann, wird irgendwann digitalisiert werden und dann wird die Schere am Markt stark auseinandergehen“, prognostizierte Keynote-Speaker Michael Kuriat. „Die Ketten und Systemer hätten bei vielen Zukunftsthemen bisher die Nase vorn”, so der Präsident des Leaders Club Deutschland.

Smartphone als „Fernbedienung“

Corona habe als Katalysator der Digitalisierung gewirkt und auch der Gast sei digitaler geworden und nutze sein Smartphone als „Fernbedienung“ in allen Bereichen des Alltags. „Nie war es so einfach, die richtige Zielgruppe zu erreichen“, ermutigte der Marketingprofi. Voraussetzung sei jedoch, alle Marketingkanäle im Blick zu haben und vernetzt zu denken. Kuriat verwies dabei auf den Wert einer modernen Website, die auch heute noch eine elementare Rolle spiele, wenn es darum gehe, im Netz gefunden zu werden. Diese digitale Visitenkarte müsse mobiloptimiert und technisch auf dem neuesten Stand sein.

Um Botschaften an den Gast zu bringen, seien auch die sozialen Medien wichtig. Dabei müsse Content auf Kanal und Zielgruppe abgestimmt werden: „Content ist King, Relevanz ist King Kong.“ Neben der Kommunikation werde das Verkaufen im Betrieb immer digitaler. Self-Ordering-Terminals, digitale Speisekarten und Mobile Payment seien klar auf dem Vormarsch. „Die Bereitschaft beim Gast ist da. Die Frage ist: Sind wir bereit für neue Lösungsansätze? Das ist ein ganzheitlicher Prozess, der auf der Brücke beim Chef anfangen muss“, so Kuriat.

Power to the people – dem Gast mehr zutrauen

Weiter ins Thema mitgenommen wurden die Teilnehmer von den Digitalisierungsexperten Dieter van Acken und Mark Sander von der Tobit.Software, die zeigten, dass mehr Effizienz nicht weniger Gastlichkeit heißt. Van Acken appellierte, nicht dort weiterzumachen, wo die Branche vor 18 Monaten aufgehört habe. Entwicklungen wie digitales Bezahlen, Online-Terminvereinbarungen und Lieferdienste gehörten für viele mittlerweile zum neuen Normal. Mark Sander brachte die rasante Entwicklung mit einem Beispiel auf den Punkt: „2019 haben gerade mal 19 Prozent jemals einen QR-Code gescannt, 2021 sind es 72 Prozent.“ Diesen Wandel gelte es zu nutzen. Power to the people – den Menschen mehr zutrauen, sei die Devise. „Mit der Digitalisierung geben wir dem Gast die Macht, zahlreiche Prozesse selbst mit seinem Smartphone zu übernehmen.“ Ein guter Weg sei ein schrittweiser Übergang von analog zu digital.

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