Rekord-Wiesn lockt 7,4 Millionen Gäste
Das Oktoberfest 2026 hat einen neuen Besucherrekord aufgestellt. Nach vorläufigen Zahlen der Festleitung kamen an den 16 Festtagen rund 7,4 Millionen Gäste auf die Theresienwiese. Im Vorjahr waren es 6,5 Millionen. Damit besuchten rund 900.000 Menschen mehr das Münchner Volksfest.
Die Verantwortlichen, Wirte, Schausteller und Sicherheitsbehörden zeigten sich mit dem Verlauf der Wiesn zufrieden. Das Fazit: sonnig, fröhlich und friedlich. Überschattet wurde das Fest allerdings vom tödlichen Unfall eines Mitarbeiters am Fahrgeschäft Hangover.
Mehr Bier und Essen
Auch für die Gastronomie fällt die Bilanz positiv aus. Rund 6,7 Millionen Maß Bier wurden nach Angaben der Festleitung ausgeschenkt – etwa 200.000 mehr als im Vorjahr. Die großen Festzelte berichten zudem von einem gestiegenen Speisenkonsum.
Gefragt waren neben den klassischen bayerischen Schmankerln auch vegetarische und vegane Angebote sowie regionale und Bio-Produkte. Damit setzt sich der Trend zu einer breiteren gastronomischen Auswahl auf dem Oktoberfest fort.
Auch die Oide Wiesn legte deutlich zu: Dort wurden rund 447.000 Besucher gezählt – knapp 25 Prozent mehr als im Vorjahr.
Gute Geschäfte für Schausteller
Auch die Schausteller blicken zufrieden auf die Wiesn zurück. Das gute Wetter und der hohe Besucherandrang sorgten für eine positive Geschäftsentwicklung. Besonders gefragt waren die Fahrgeschäfte.
Wiesn 2026 in Zahlen
7,4 Mio.
Gäste besuchten das Oktoberfest – so viele wie noch nie.
6,7 Mio. Maß
Festbier wurden ausgeschenkt. Der Konsum stieg damit um 2,7 Prozent.
+10,7 %
mehr alkoholfreies Bier wurde nachgefragt. Auch alkoholfreie Getränke insgesamt legten um 10 Prozent zu.
447.000
Besucher kamen auf die Oide Wiesn – 24,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
57 %
mehr Gäste als 2025 kamen zum Kindertag in der zweiten Wiesn-Woche.
4.000
Fundsachen landeten im Wiesn-Fundbüro. Darunter waren unter anderem eine Knirschschiene, ein Akkordeon, ein Gebiss und eine 1,80 Meter große Imbiss-Figur.
105.000
Maßkrüge wurden vom Ordnungsdienst eingesammelt.
2,65 Mio. kWh
Strom verbrauchte das Oktoberfest in 16 Tagen – rund sieben Prozent weniger als 2025.
92 t
Müll wurden direkt auf dem Festgelände zusammengekehrt und abtransportiert.
Im Straßenverkauf gehörten unter anderem Leberkäsesemmeln, Fischsemmeln und Bratwurstsemmeln zu den Rennern. Bei sommerlichen Temperaturen war zudem Eis stark gefragt, während bei kühlerem Wetter gebrannte Mandeln wieder an Bedeutung gewannen.
4.000 Fundsachen und 105.000 Maßkrüge
Die Besucher hinterließen auch in diesem Jahr einiges auf dem Festgelände. Rund 4.000 Fundsachen wurden beim Fundbüro abgegeben. Gleichzeitig mussten die Ordnungskräfte etwa 105.000 Maßkrüge einsammeln, die Besucher unerlaubt vom Festgelände mitnehmen wollten.
Für den Betrieb der Wiesn wurden außerdem rund 2,65 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht. Insgesamt fielen rund 92 Tonnen Müll an.
Sicherheitslage weitgehend entspannt
Polizei und Sicherheitsbehörden berichten von gestiegenen Einsatzzahlen, insgesamt verlief das Fest jedoch weitgehend friedlich. Die Besucher hätten sich überwiegend besonnen und verantwortungsbewusst gezeigt.
Auch die Sanitätsdienste waren gefordert. Vor allem das Wetter und der hohe Besucherandrang sorgten für zusätzliche Einsätze. Schwerwiegende Folgen blieben nach Angaben der Veranstalter jedoch die Ausnahme.
Was für eine Bilderbuch-Wiesn! Friedlich, entspannt und gut gelaunt.
Die Wiesn 2026 war eine der schönsten aller Zeiten. Auch das neue Sicherheitskonzept hat sich bewährt: Trotz Rekord-Besucherzahl kam es zu keinen kritischen Überfüllungs-Situationen. Danke an alle, die das Oktoberfest durch ihren Beitrag möglich gemacht haben, insbesondere die Blaulicht-Organisationen und die Festleitung um Wiesnchef Christian Scharpf.
Mit dem Ende der 191. Wiesn richtet sich der Blick bereits auf das kommende Jahr: Das 192. Oktoberfest findet vom 18. September bis 3. Oktober 2027 auf der Theresienwiese statt.
(Portal München Betriebs GmbH & Co. KG/KAGI)