Oktoberfest 2022

Mehr junge Gäste auf der Wiesn

Eine Datenauswertung zeigt, dass in diesem Jahr ein jüngeres Publikum die Wiesn besucht als beim letzten Fest vor der Corona-Pandemie. Wiesnchef Clemens Baumgärtner hat hierfür mehrere Erklärungen.

Freitag, 30.09.2022, 10:07 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
Junge Leute auf dem Oktoberfest

Laut Wiesnchef Clemens Baumgärtner zieht es dieses Jahr viele Gäste zwischen 16 bis Mitte 30 auf das Oktoberfest. (Foto: © München Tourismus, A. Kupka)

Vor allem der Anteil der 18- bis 29-Jährigen auf dem Oktoberfest ist gestiegen. Sie machten in den ersten neun Tagen rund 21 Prozent der volljährigen Besucher aus, wie eine Auswertung von Daten des Mobilfunkanbieters O2 Telefonica durch Invenium ergab.

Im Jahr 2019 hatte ihr Anteil im gleichen Zeitraum bei 14 Prozent gelegen. Der Anteil aller anderen Altersgruppen war rückläufig oder stagnierte.

Mögliche Erklärungen

Auch Wiesnchef Clemens Baumgärtner sieht vermehrt ein jüngeres Publikum. Viele zwischen 16 bis Mitte 30 ziehe es auf das Fest, sagte er.

Baumgärtner hat hierfür mehrere Erklärungsansätze: „Erstens, weil es bei den Jüngeren viele gibt, die noch nie auf der Wiesn waren. Und zweitens: Ich glaube, dass die jungen Menschen ausgehungert sind, einander zu sehen, Beziehungen zu knüpfen, zu tanzen und zu feiern. Da hat sich viel angestaut.“

Dennoch seien auch die Älteren nicht ausgeblieben. Bei ihnen zeigen die Daten jedoch leichte Rückgänge.

Weniger Auslandsgäste

Von den Gästen her sei das Fest noch etwas münchnerischer als sonst, sagte Baumgärtner. Viele seien aus dem Münchner Umland da. Auch das deckt sich mit den Daten des Mobilfunkanbieters O2: Danach kamen 63 Prozent der Besucher aus der Stadt selbst und weitere 14 Prozent aus den direkt angrenzenden Landkreisen München Land, Fürstenfeldbruck, Starnberg und Dachau.

Das Interesse aus dem Ausland sei etwas geringer als sonst, aber stärker als zunächst erwartet, sagte Baumgärtner. „Touristen sind eine starke Gruppe.“ Den O2-Daten zufolge kamen knapp 16 Prozent der Besucher aus dem Ausland – die meisten aus Großbritannien (3,1 Prozent) vor den USA mit 2,6 Prozent.

Basis der Auswertung waren laut O2 anonymisierte und aggregierte Daten, die keine Rückschlüsse auf persönliche Informationen zulassen.

(dpa/SAKL)

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