Auszeichnung

Internorga Zukunftspreis 2022: Gewinner stehen fest

Gestern Abend ist der 11. Internorga Zukunftspreis verliehen worden. Erstmals wurden dabei drei Sieger in einer Kategorie gekürt.

Samstag, 30.04.2022, 14:59 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
In der Kategorie „Gastronomie & Hotellerie“ konnten die Studentenwerke in Berlin und Osnabrück sowie das Gastronomiekonzept greenes2 des Studentenwerks Mannheim die Jury überzeugen.

Beim 11. Internorga Zukunftspreis wurden zum ersten Mal drei Konzepte in einer Kategorie ausgezeichnet. In der Kategorie „Gastronomie & Hotellerie“ konnten die Studentenwerke in Berlin und Osnabrück sowie das Gastronomiekonzept greenes2 des Studentenwerks Mannheim die Jury überzeugen. (Foto: © Hamburg Messe und Congress / Nicolas Maack)

Im festlichen Rahmen und unter der Anwesenheit 280 geladener Gäste in der Handelskammer Hamburg wurde gestern Abend der 11. Internorga Zukunftspreis verliehen. Ausgezeichnet wurden zukunftsweisende Konzepte für den Außer-Haus-Markt in den Kategorien „Nahrungsmittel & Getränke“, „Technik & Ausstattung“ sowie „Gastronomie & Hotellerie“.

„Der Internorga Zukunftspreis wird seit 2011 an Unternehmen verliehen, die sich durch eine besonders innovative Nachhaltigkeitsstrategie, hohe Effizienz und verantwortungsvolles und zukunftsorientiertes Handeln hervortun. Mit der Auszeichnung hat die Internorga als Leitmesse erneut ein Zeichen für einen zukunftsweisenden Außer-Haus-Markt gesetzt. Noch nie waren nachhaltige Entwicklungen für den Markt so entscheidend und wichtig wie heute. Wir wollen mit dem Zukunftspreis den Prozess des Umdenkens weiter beschleunigen und denen danken, die mit ihren innovativen Lösungen Vorbild für eine effektive Gastro-Zukunft sind“, erklärt Bernd Aufderheide, Jurymitglied des Internorga Zukunftspreises und Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress.

Die Entscheidung für die Gewinnerkonzepte ist der Jury, bestehend aus Wissenschaftler und Juryvorsitzenden Dr. J. Daniel Dahm, Diplom-Ingenieur und Nachhaltigkeits-Experte Carl-Otto Gensch, Ernährungswissenschaftler Rainer Roehl, Food-Trendforscherin Hanni Rützler sowie Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress, insgesamt nicht leicht gefallen. Viele Einreichungen betrafen Lösungen und Ideen für Mehrwegsysteme. Aus diesem Grund sind erstmalig 14 Bewerber in die letzte Runde eingezogen. Zudem sind erstmals drei Konzepte in der Kategorie „Gastronomie und Hotellerie“ ausgezeichnet worden.

Folgende Unternehmen sind am 29. April 2022 mit dem Internorga Zukunftspreis 2022 ausgezeichnet worden:

In der Kategorie „Nahrungsmittel und Getränke“: Oceanfruit Meeressalate der Wunderfish GmbH

Das Unternehmen Wunderfish GmbH stellt aus europäischen Bio-Meeresalgen maritime Oceanfruit Meeressalate her. Diese wurden nun mit dem Internorga Zukunftspreis ausgezeichnet.

Während Algen insbesondere in der asiatischen Küche als Grundnahrungsmittel gelten und einen wichtigen Anteil der Ernährungskultur ausmachen, gelten sie in Europa als exotisch. Für den europäischen Gaumen und dessen Esskultur hat die Wunderfish GmbH daher Algen mit einer großen Varianz an Geschmäckern erschlossen.

Wunderfish GmbH erhält Internorga Zukunftspreis
In der Kategorie „Nahrungsmittel und Getränke“ wurden die maritimen Oceanfruit Meeressalate der Wunderfish GmbH mit dem Internorga Zukunftspreis ausgezeichnet. (Foto: © Hamburg Messe und Congress / Nicolas Maack)

Mit hohen Proteinanteil, Mineralstoffen und Vitaminen, Omega 3-Fettsäuren, Jod, Eisen sowie Antioxidantien sind Algen wichtige Nährstofflieferanten und stärken damit die Gesundheit. Darüber hinaus bieten sie eine pflanzliche Erweiterung der Speisepläne. In der Fischerei sowie in der Land- und Wasserwirtschaft erschließt die Bewirtschaftung mit Algen in nachhaltigen Algenfarmen alternative Einkommensquellen und ermöglicht eine Emanzipation von Fischerei und fischverarbeitenden Betrieben. Algen sind zudem in der Lage, schnell und effizient CO2 zu binden und sind auf diese Weise klimaschützend.

Die Bio-Algen der Wunderfish GmbH werden an Leinen angebaut und wachsen von November bis Mai im kristallklaren Wasser in norwegischen Fjorden. In dieser Zeit wird die Algenfarm zum Habitat für kleine Fische und viele andere Organismen. So erhöht sich die natürliche Biodiversität.

Nach der Ernte werden die Algen unter anderem zu Meeressalat in den Geschmacksrichtungen Graved Style, Di Mare, koreanisch oder Midsommer verarbeitet. Damit ist es dem Unternehmen gelungen, europäische Meeresalgen alltagstauglich zu machen.

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