Gemeinschaftsverpflegung

Internorga: GV-Barometer 2017 zeigt große Investitionsbereitschaft

Wenige Wochen vor Messebeginn benennt die Internorga mit dem GV-Barometer Trends und Herausforderungen in der Gemeinschaftsverpflegung. Der Bericht zeigt, dass bei den Betriebsgastronomen dieses Jahr drei Themen besonders im Fokus stehen.

Freitag, 13.01.2017, 10:00 Uhr, Autor: Felix Lauther
Mensa Essen auf Tablett

„Lunch shaming“: Zahlen Eltern in den USA das Essensgeld für die Schulkantine nicht, droht ihren Kindern in eine demütigende Behandlung durch die Schulverwaltung. (© Gerhard Seybert / fotolia)

Was bewegt die Gemeinschaftsverpflegung im Jahr 2017? Welche Trends und Herausforderungen kommen auf die Betriebsgastronomen im Geschäftsjahr 2017 zu? Einen wichtigen Fingerzeig stellt das GV-Barometer dar, das die Internorga traditionell rund zwei Monate vor Messebeginn veröffentlicht. So beschäftigt sich die Betriebsgastronomie 2017 vor allem mit diesen drei Trends.

1)     Investitionsbereitschaft
Für 2017 weisen die Resultate des GV-Barometers eine leicht rückläufige, aber immer noch hohe Investitionsneigung in der deutschen Gemeinschaftsgastronomie auf. Knapp zwei Drittel aller GV-Betriebe planen für dieses Jahr Investitionen zu tätigen und blicken optimistisch in die Zukunft: 87 Prozent der GV-Entscheider sind zuversichtlich, dass die Investitionsplanungen für 2017 realisiert werden.

40 Prozent der Betriebsrestaurants verfügen über ein Budget von 50.000 Euro und mehr. In der Klinik- und Heimverpflegung ist der prozentuale Anteil der Betriebe mit einem Budget von über 50.000 Euro von 28 Prozent in 2016 auf 37 Prozent für 2017 angestiegen. Im Hinblick auf die Realisierung der Planungen sind die GV-Betriebe noch optimistischer als 2016.

2)     Berücksichtigung von Allergien und Unverträglichkeiten
Eine übereinstimmende Auffassung besteht in der Gemeinschaftsgastronomie darin, dass Großküchen zukünftig bei ihren Angeboten verstärkt auf Allergien und Unverträglichkeiten der Gäste achten müssen.

Das Marketing der GV-Branche ist bisher von Massenmarketing geprägt. Zunehmend zeigt sich, dass zielgruppenspezifische Angebote dafür geeignet sind, individuellen Erwartungen besser zu entsprechen.

3)     Vegane und vegetarische Küche und Snack-Angebot
Ebenfalls an Bedeutung gewinnen wird der Ausbau des Snack-Angebots sowie das Servieren veganer und vegetarischer Speisen. Die größere Nachfrage nach fleisch- und tierproduktfreien Gerichten wird dabei vor allem aufgrund einer gesteigerten Konsumhäufigkeit und einer breiteren Zielgruppe erwartet. Dies ist für 50 Prozent der Betriebe ein Grund, das vegetarische Angebot zu verstärken. 37 Prozent planen ebenfalls das vegane Angebot auszuweiten. Nach wie vor spielen saisonale und regionale Produkte eine wichtige Rolle im Bereich der Gemeinschaftsgastronomie.

Die Internorga findet vom 17. bis 21. März 2017 in Hamburg statt. (FL)

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