Gastronomie 4.0

INTERGASTRA zeigt Ideen für das „Restaurant der Zukunft“

Janina Sieber und Nick Förster konnten mit ihrem Konzept „Lucullus Palace“ die Jury überzeugen und sich über den Sieg beim Wettbewerb „Restaurant der Zukunft – Gastronomie 4.0“ freuen. 

Dienstag, 06.02.2018, 12:41 Uhr, Autor: Markus Jergler
Eine Zeichnung eines Pools mit einer großen Ente mit einem Loch.

Das Konzept „Lucullus Palace“ gewinnt den Wettbewerb „Restaurant der Zukunft – Gastronomie 4.0“ auf der Intergastra in Stuttgart. (Foto: Messe Stuttgart)

Die beiden Studenten Janina Sieber und Nick Förster sorgen mit „Lucullus Palace“ für Diskussionsstoff, sie wecken Emotionen und polarisieren. Das vermeintliche Hauptanliegen der Gäste, nämlich die Befriedigung von Hunger und Durst, rücken hier in den Hintergrund. Stattdessen soll ein Erlebnis für alle Sinne geschaffen werden.

„Das ist eine fantasievolle, utopische Rückführung auf die Urtriebe“, so der Juror und Gastro-Architekt Philipp Zimmermann. Sein Kollege Sascha Arnold urteilt: „Erlebnisgastronomie par excellence, mit einem Augenzwinkern zu betrachten.“ Zu den Highlights im „Lucullus Palace“ gehört das Durchschwimmen eines kleinen Sees, der nicht mit Wasser, sondern einem Cocktail gefüllt ist. Zur Belohnung erreichen die Besucher den Eingang einer riesigen Ente, in deren Inneren das Paradies wartet. Wie das aussieht, wird leider nicht verraten – das soll sich im Kopfkino abspielen.

Platz zwei für „Die Nahrungskette“
Jurorin Sabine Schneider beschreibt das Konzept von Frederick Daniel Leinfelder (TU Berlin) „Die Nahrungskette“: „Eine sehr urbane Lösung für die Stadt der Zukunft.“ „Die Nahrungskette“ beschreibt einen „Gastro-Tower“, der ein gesamtes Öko-System unter einem Dach bietet. Es bietet einen vollständigen Kreislauf: vom Produzieren (Urban Gardening und Viehwirtschaft) über das Konsumieren (Kulturcafé, Restaurant und Kitchen-Sharing) bis hin zum Recycling und zur Kompostierung.

Die „Seetangstelle“ erreicht Platz drei
Das Thema „Alles unter einem Dach“ steht auch beim 3. Platz, der „Seetangstelle“ von Marius Westermann (TU Dortmund) im Mittelpunkt. Seegras, Tang und Algen werden in der „Seetangstelle“ aber nicht nur in Miso Suppen & Co. köstlich zubereitet, sondern an der Hausfront hinter einer grünen Glasfront auch angebaut (mit Wasser, Wärme und Licht!) und geerntet. Juror Frank Waldecker kommentiert: „Einfach – genial, am Ende sinnvoll.“

Neben den drei Siegern werden auf der Intergastra auch die folgenden Entwürfe gezeigt:

  • „Gastro-Box“ von Anja Widderich (TU Braunschweig)
  • „Hybrides Pflanzenarrangement“ von Annika Koch (TU Kaiserslautern)
  • „LEARNING FROM LAS VACAS“ von David Troost und Johannes Hertel (Uni Hannover)
  • „Mit allen Sinnen genießen – Wirtschaften unter einem Dach!“
  • „[T]Raumkapsel“ von Claus Eckel (Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart)
  • „Vernetzte Essensausgaben“ von Philipp Geuenich, Konstantin Holz und Jonas Gallenbach (TU Köln).

(MJ)

 

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