Schlussbilanz

Diesjährige Wiesn – friedlich, verregnet, weniger Gäste

Trotz nass-kaltem Wetter zog das Oktoberfest auch dieses Jahr knapp 6 Millionen Gäste an. Nach dem gestrigen Abschluss kann jetzt Bilanz gezogen werden.

Dienstag, 04.10.2022, 13:33 Uhr, Autor: Sandra Lippet
Verregnete Wiesn

Nach zwei Jahren Pause, machte das Wetter der diesjährigen Wiesn zu schaffen. (Foto: ©stock.adobe.com/Andreas Gerlach)

Nach Schätzung der Festleitung besuchten 5,7 Millionen Gäste die 187. Wiesen – damit sank die Besucherzahl im Vergleich zum Corona-Vorjahr 2019 um knapp eine halbe Million. Weniger Publikum trank auch weniger Bier: die Maßanzahl sank im Verhältnis zu 2019 um knapp 1,5 Millionen.

„Die Wiesn ist wieder da. Gäste im siebenstelligen Bereich haben ihre Wiesn gefeiert und gezeigt, wie stark sie ihnen am Herzen liegt. Die Menschen wollen aller schlechten Nachrichten zum Trotz ihre Freiheit und ihren Spaß zurück haben. Dafür war die Wiesn eine machtvolle Demonstration,“ betont Wiesnchef Clemens Baumgärtner.

Internationales und junges Publikum

Vor allem Touristen aus dem englischsprachigen Raum waren auf der Wiesn zugange: aus den USA, Schottland und England; aber auch aus Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Argentinien und osteuropäischen Ländern.

Den Eindruck, den die Behörden und Beschicker über das Besucheralter hatten, bestätigte sich ebenfalls: das Publikum in diesem Jahr war deutlich jünger als die Jahre zuvor.

Bewirtungsbilanz

Vor allem Bio-Qualität, regionale Produkte, vegetarische und vegane Spezialitäten wurden mehr nachgefragt. Die Kässpatzen sind dabei, dem Schweinebraten den Rang abzulaufen.

Vor allem in den Zelten lief der Verkauf gut, auf den Straßen dagegen aufgrund der Wetterverhältnisse nicht zufriedenstellend. Besonders beliebt waren Klassiker wie Bratwürste und gebrannte Mandeln.

Planungsunsicherheit macht sich noch bemerkbar

Hotels und andere Unterkünfte waren gut besucht, nur war für die Gäste dieses Mal kein Ausweichen ins Umland notwendig. Während der gesamten Wiesn-Zeit gab es genügend Zimmer im gesamten Stadtgebiet und das in allen Preislagen und Kategorien.

Die Buchungssituation internationaler Anbieter war verhaltener als noch 2019. Grund dafür war die derzeitige Planungsunsicherheit durch den Flugverkehr, die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg.

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