Deutscher Gastro-Gründerpreis 2026: Die Top 10 steht fest
Seit mehr als einem Jahrzehnt wird der Deutsche Gastro-Gründerpreis bereits von der Internorga, dem Branchennetzwerk Leaders Club Deutschland und dem Kassensystemhersteller orderbird vergeben. Ausgezeichnet werden junge Konzepte, die weniger als zwei Jahre am Markt sind und durch ihre Innovationskraft, wirtschaftliche Tragfähigkeit und die Persönlichkeit der Gründer überzeugen.
Die Vielzahl an Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in diesem Jahr beweist: Nach herausfordernden Jahren kommt wieder Bewegung in die Hospitality.
Rund 100 Gründer haben sich diesmal für den Deutschen Gastro-Gründerpreis beworben. Neun von ihnen wurden nun von einer 13-köpfigen Jury aus Branchenexperten ausgewählt. Den zehnten Halbfinalisten ermittelt traditionell ein Voting in den sozialen Medien.
Und wie in den Vorjahren spiegeln die Nominierten die gesamte aufregende Vielfalt der Gastronomie-Szene eindrucksvoll wider. Ob Lebensmittelrettung, Statement für Inklusion, Treffpunkt für die aktive Stadtgesellschaft oder einfach Genuss – jedes der zehn Start-ups ist ein einzigartiger Ort des Miteinanders, der kulinarischen Erlebnisse und der positiven Energien.
Das sind die 10 Halbfinalisten
Für das Halbfinale des Deutschen Gastro-Gründerpreises nominiert haben sich die folgenden Start-ups:
- Café Blätter & Teig, Ludwigsburg: Soulfood aus geretteten Zutaten, ein öffentlicher Lebensmittelschrank und ein solidarisches Preismodell sollen nach erfolgreicher Crowd Funding-Kampagne schon bald für Rauschen im Blätterteigwald sorgen.
- Coffee, Brownies & Downies, Oberursel: In der Tagesbar arbeiten Menschen mit und ohne Handicap erfolgreich zusammen. Name und Konzept sind ein bewusstes Statement für gelebte Inklusion im Herzen der Gesellschaft.
- Gestütsgasthof Offenhausen, Gomadingen: In einem denkmalgeschützten ehemaligen Kloster trifft junge schwäbische Küche auf traumhafte Natur mit eigenem Jagdrevier. Das Credo von Küchenchef Marc Winter: Essen ist mehr, Essen ist Erlebnis!
- NOI, Köln: Noi – Italienisch: wir – das sind Milan, David, Bernd und Geo. Bei der „Cena con Amici“ in ihrem italienischen Restaurant mitten im Belgischen Viertel treten Gäste und Küche mit allen Sinnen in Interaktion miteinander. Die Food Waste-Quote? Unter 5 %!
- Restaurant Rübenrot, Augsburg: Selfmade-Köchin Katja Kaminski zaubert aus selbst angebauten und saisonalen Zutaten aus der Region vegane Verführungen statt Einheitsbrei. Echte Wertschätzung fürs Team heißt hier: gleicher Stundenlohn für alle.
- Schmarrnsinn, Frankfurt am Main: Kein Schmarrn – In Deutschlands erstem Kaiserschmarrn-Café stellen sich die Gäste ihren täglich frisch nach Geheimrezept gebackenen Traum-Schmarrn mit ausgewählten Soßen, Toppings und Früchten zusammen.
- Spotlight Gelsenkirchen, Gelsenkirchen: Talk of the Town bei Kaffee und Kuchen: Im integrativen Café der ersten dauerhaften Lokalredaktion des Medienhauses Correctiv sprechen Gäste und Journalisten über die Themen, die die Stadt bewegen.
- Tante Anna Restaurant, Sprockhövel: Französisch geprägtes Casual Fine Dining mit asiatischem Einfluss: Pia und Thies Henkel servieren mit ihrem jungen Team innovative kulinarische Ideen aus sorgfältig ausgewählten Zutaten höchster Qualität.
- The Coral, Berlin: Inspiriert von der faszinierenden Welt eines Korallenriffs vereint Visionär Marcel Voß italienisch-japanische Fusion-Küche mit einem modernen Sharing-Konzept. Das avantgardistische Interieur macht The Coral zum Hotspot in der Hauptstadt.
Die Gewinnerinnen des Social Media-Votings sind Melina Schröder und Lisa Polaczek mit dem Melis Soul Café, Köln. Ihr Café verwandelt sich abends in einen Ort, der Körper, Geist und Seele gleichermaßen nährt: einen Safe Space für Achtsamkeit, Community und persönliche Entwicklung – mit Angeboten wie Meditation, Hypnose und Sound Bath.
„Lernen ist keine Einbahnstraße!“
Die zehn Halbfinalisten dürfen nun am 6. Februar 2026 im Hamburger east Hotel vor der Jury um den Einzug ins Finale auf der Internorga für ihr Start-up pitchen.
Marc Uebelherr freut sich auf den spannenden Tag mit ganz viel Gründerenergie: „Wir sind wieder einmal begeistert von der Qualität der Bewerber und ihre kraftvollen Ideen für die Zukunft der Gastronomie“, sagt Uebelherr. „Das Halbfinale des Deutschen Gastro-Gründerpreis ist nicht nur eine wunderbare Gelegenheit sich kennenzulernen, sondern bietet auch viel Inspiration für uns als erfahrene Unternehmerinnen und Unternehmer. Denn Lernen ist hier keine Einbahnstraße!“
Das Finale findet am 13. März 2026 auf der Internogra in Hamburg statt.
Jury aus 13 Branchenexperten
Angesichts des hochkarätig besetzten Halbfinales steht eines jetzt schon fest: Die Wahl wird der Jury nicht leicht fallen. Sie besteht in diesem Jahr aus:
- James Ardinast, Gastronom (Bar Shuka)
- Matthias Balz, Director Internorga, Hamburg Messe und Congress
- David Bernhard, Mitbegründer und Gesellschafter von Bon Bon
- René Dost, Gastronom und Unternehmer (Redo)
- Sophia Hoffmann, Köchin, Autorin, Gastronomin (Happa Restaurant)
- Michael Kuriat, Unternehmer, Marketing-Experte (TNC Group)
- Frieda Lekscha, Gastronomin (Geeske & der swarte Roelf)
- Heiner Raschhofer, Gastronom (Soulkitchen Group)
- Natalie Seifert, Head of Marketing orderbird
- Christin Siegemund, Gründerin und Geschäftsführerin Foodlab Hamburg
- Rasmus Stjernholm, Gastronomie-Unternehmer, Mitbegründer Base Family
- Yvonne Tschebull, Gastronomin (Rive)
- Marc Uebelherr, Präsident Leaders Club Deutschland, Gastronom (Tasteful Concepts)
(Internorga/Leaders Club Deutschland/SAKL)