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Das war die Grüne Woche 2017

10 Tage lang zeigten 1.650 Austeller aus 66 Ländern in Berlin einen umfassenden Überblick über den Weltmarkt der Ernährungsindustrie. Die meisten wollen 2018 wieder kommen!

Montag, 30.01.2017, 09:10 Uhr, Autor: Markus Jergler
Frau mit grüner Tasche auf Messe

Die Internationale Grüne Woche Berlin 2017 war ein voller Erfolg (Foto: © obs/Messe Berlin GmbH)

Die 82. Internationale Grüne Woche Berlin 2017 hat einmal mehr ihre Funktion als Leitmesse des nationalen und internationalen Agribusiness unterstrichen. 400.000 Messe- und Kongressbesucher gaben in diesem Jahr insgesamt 48 Millionen Euro aus.

Im Vordergrund standen Themen wie das Tierwohl, die Qualität und Sicherheit unserer Lebensmittel sowie die Sicherung der Welternährung trotz einer permanent steigenden Weltbevölkerung. Dazu wurde im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) mit dem Leitthema „Landwirtschaft und Wasser – Schlüssel zur Welternährung“ über mögliche Lösungsansätze diskutiert.

Veranstalter und Partnerland hochzufrieden
„Das Qualitätsniveau der Grünen Woche hat mit der diesjährigen Veranstaltung eine neue Dimension erreicht. Der agrarpolitische Dialog mit über 80 Landwirtschaftsministern aus allen Kontinenten, der globale Austausch mit den Spitzenvertretern des nationalen und internationalen Agribusiness‘ sowie die erlebnisorientierten Präsentationen im Ausstellungsbereich waren die Gütekriterien der 82. Grünen Woche. Und diese Faktoren machen die Grüne Woche zu dem, was sie heute ist: die weltweit bedeutendste Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau“, so Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH. Absolut zufrieden äußerte sich auch das diesjährige Partnerland Ungarn zum Messeverlauf, das sich mit Spezialitäten aus allen Landesregionen präsentierte.

Auch medial war die Grüne Woche dieses Jahr wieder ein Erfolg. 4.820 Medienvertreter aus 65 Ländern verbreiteten rund um den Globus Nachrichten von der Messe. Durch die internationale Berichterstattung, verbunden mit vielfältigen Reportagen über die Wirtschaft und Kultur, die Unterhaltungs- und Freizeitangebote der Hauptstadt, konnte sich Berlin über einen zusätzlichen Werbeeffekt freuen. Durch die Ausgaben der auswärtigen Besucher und Aussteller generierte die Grüne Woche einen Kaufkraftzufluss von rund 150 Millionen Euro für die Hauptstadtregion.

„Die Internationale Grüne Woche 2017 hat deutlich gemacht, dass sich die Landwirtschaft den aktuellen Herausforderungen stellt“, zeigte sich auch Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes zufrieden. Dabei wurde die größte Agrarmesse der Welt anfangs von Protesten von begleitet. Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ hatten mehr als 10.000 Menschen in Berlin gegen die „Agrarindustrie“ und für eine grundlegende Neuausrichtung der Landwirtschaft demonstriert. Etwa 100 Organisationen – darunter Verbände konventionell und ökologisch wirtschaftender Bauern sowie Tier- und Umweltschützer – hatten dazu aufgerufen.

Die 83. Ausgabe der Grünen Woche soll vom 19. Bis 28. Januar stattfinden. (dpa / MJ)

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