Brot-Chef 2026: Nachwuchsbäckerinnen gewinnen Wettbewerb
Jael Bregy und Amelie Reissnecker haben den Nachwuchswettbewerb Brot-Chef 2026 gewonnen. Die beiden angehenden Bäckerinnen-Konditorinnen setzten sich am 17. Oktober in der Berufsschule Aarau gegen zwei weitere Teams durch. Der vom Berufsverband Bäckerei & Confiserie Schweiz organisierte Wettbewerb fand bereits zum elften Mal statt. Nach der Premiere im Teamformat im Vorjahr traten erneut drei Duos gegeneinander an.
Bregy absolviert ihre Ausbildung bei der Bäckerei Reinhard AG in Bolligen, Reissnecker bei der Bäckerei Leutwyler in Zofingen. Beide befinden sich im dritten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Bäckerin-Konditorin EFZ. Mit ihren Kreationen zum diesjährigen Motto „Zirkus“ sicherten sie sich den ersten Platz und ein Preisgeld von 1.500 Franken.
Fünf Stunden für Brot, Feingebäck und Schaustücke
Die Wettbewerbsteilnehmerinnen hatten fünf Stunden reine Arbeitszeit, um ihr handwerkliches Können und ihre Kreativität unter Beweis zu stellen. Zu den Aufgaben gehörten Spezialbrote und Zöpfe, Kleinbrote, Feingebäck und Produkte aus tourierten Teigen. Ergänzt wurde das Sortiment durch süße Kreationen, Apéro-Snacks und ein Schaustück oder Fantasieprodukt, das das Zirkusmotto aufgriff.
Jurypräsident Manfred Blum zeigte sich mit dem Niveau der Arbeiten zufrieden. Neben der Produktauswahl und der Optik sei vor allem der Geschmack entscheidend: „Nicht nur das Aussehen zählt, sondern auch der Geschmack. Beides muss Hand in Hand gehen.“
Zwei weitere Teams auf dem Podium
Den zweiten Platz belegten Angelina Hintermann und Tanja von Ah vom Team „Arts of TanAngi“. Beide absolvieren ihre Ausbildung bei der Christen Beck AG in Buochs. Hintermann befindet sich im dritten Lehrjahr zur Bäckerin-Konditorin EFZ, von Ah im zweiten Lehrjahr zur Konditorin-Confiseurin EFZ. Das Team erhielt 1.000 Franken Preisgeld.
Rang drei ging an Jasmin Erismann und Michelle Häberli von den „Zuckerschwestern“. Die beiden angehenden Bäckerinnen-Konditorinnen stehen im dritten Lehrjahr bei der Schell Bäckerei & Konditorei in Büron. Für ihre Leistung erhielten sie 500 Franken.
Nachwuchsförderung als Chance für Betriebe
Für den Berufsverband ist der Wettbewerb auch ein Instrument zur Nachwuchsförderung. Die teilnehmenden Betriebe können ihre Lernenden gezielt fördern, ihnen neue Herausforderungen bieten und die Entwicklung eigener Ideen unterstützen.
„Der Brot-Chef bietet den Betrieben die Möglichkeit, ihre Lernenden gezielt zu fördern, sie aus ihrer Komfortzone herauszuholen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln“, erklärt Pirmin Corradini, Präsident des Berufsverbands Bäckerei & Confiserie Schweiz. Zugleich profitierten die Unternehmen von der öffentlichen Aufmerksamkeit für ihre Ausbildungsarbeit.
Auch Verbands-Geschäftsführer Stefan Kogler zog ein positives Fazit. Die drei Teams seien bereits um sechs Uhr morgens hochmotiviert in den Finaltag gestartet und hätten den Wettbewerb mit viel Leidenschaft gemeistert. Die elfte Ausgabe des Brot-Chef stellte damit erneut das handwerkliche Können und die Kreativität des Branchennachwuchses in den Mittelpunkt.
(Hotel & Gastro Union/KAGI)