In sechs Kategorien

„Berliner Meisterköche“ stehen fest

Die „Berliner Meisterköche“ des Jahres 2017 stehen fest. Die 14 Mitglieder der unabhängigen Jury um den Vorsitzenden Dr. Stefan Elfenbein haben in sechs Kategorien gewählt.

Donnerstag, 07.09.2017, 10:18 Uhr, Autor: Markus Jergler
v. l. n. r. „Berliner Meisterköche 2017“ mit dem Jury-Vorsitzenden Dr. Stefan Elfenbein (li.) und Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer Berlin Partner (re.) (Foto: © Berlin Partner | Peter-Paul Weiler)

v. l. n. r. „Berliner Meisterköche 2017“ mit dem Jury-Vorsitzenden Dr. Stefan Elfenbein (li.) und Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer Berlin Partner (re.) (Foto: © Berlin Partner | Peter-Paul Weiler)

Es galt sechs Titel zu vergeben: „Berliner Meisterkoch 2017“, „Meisterkoch der Region 2017“, „Aufsteiger des Jahres 2017“, „Berliner Gastgeber 2017“, „Berliner Szenerestaurant 2017“ und „Gastronomischer Innovator 2017“.

Der „Berliner Meisterkoch 2017“ ist Sebastian Frank aus dem Restaurant „HORVÁTH“. „Berühmt ist unser Meisterkoch dafür, dass er Traditionelles aus seiner niederösterreichischen Heimat virtuos neu komponiert. Er hat weiter am ganz eigenen Stil gefeilt und es ganz bis nach oben geschafft. Über feine Streifen vom gerösteten Knollensellerie mit Selleriegrün, Selleriesaat, Molke und Meerrettich lässt er noch im Salzteig gegarte und zwölf Monate gereifte Sellerieknolle hobeln. Den gehackten Kopf vom Milchferkel versteckt er unter „Blüten“ aus leuchtend rosafarbenen, mit Mandelöl gegarten und mit Petersilienwurzelöl benetzten Rosen-Seitling,“ so die Jury.

Die Auszeichnung „Meisterkoch der Region 2017“ geht an René Klages, Küchenchef im Gourmet-restaurant „17fuffzig“ im Bleiche Resort & Spa in Burg im Spreewald. Aus der Begründung der Jury: „Mit einem Paukenschlag ist unser „Meisterkoch der Region“ in Mark bzw. der Lausitz aufgeschlagen. Wie er, kocht rundum keiner. Und schon im „Le Noir“ in Saarbrücken hat er für Aufsehen gesorgt. Beinah wissenschaftlich akribisch lotet er Geheimnisse und Ähnlichkeiten der japanischen und der französischen Küche aus und kreiert neu – ein Schuss Alchemie aus dem Spreewald kommt nun noch dazu.“

„Aufsteiger des Jahres 2017“ wird Christopher Kümper vom Restaurant „Schwein“. „Berlins bester neuer Junger, unser „Aufsteiger 2017“, hat sich von Singapur aus auf an die Spree gemacht. Dort war er Souschef beim großen André Chiang. Davor hat er schon bei Nils Henkel und auch bei Daniel Boulud in New York gekocht. Im Restaurant „Schwein“ in Mitte führte Christopher Kümper vor, was er kann. Konsequent setzt er dabei auch auf beste Produkte aus der Region,“ war sich die Jury einig.

Zum „Berliner Gastgeber 2017“  wurde lona Scholl aus dem Restaurant „tulus lotrek“ gewählt. Die Jury gab bekannt: „Unsere „Gastgeberin 2017“ macht alles so ein bisschen anders, mit Verve, Charme und Schnauze, ist lebensfroher Teil vom Gesamtkunstwerk „tulus lotrek“ – ihrem Arbeitsplatz. […] Aufgewachsen ist Ilona Scholl in Schwäbisch-Hall. ‚Mit der Volljährigkeit hab‘ ich mich vom Acker gemacht‘, sagt sie, dann in Spelunken gejobbt. Im Restaurant ‚Frau Mittenmang‘ im Prenzlauer Berg hat sie ihren Max kennengelernt, unser „Berliner Aufsteiger 2016“. Gemeinsam haben beide das „tulus lotrek“ eröffnet. Ihr Motto: ‚Mit genauso viel Herzblut den Gästen rüberbringen, wie in der Küche auch gekocht wird.‘“

Das „Berliner Szenerestaurant 2017“ ist in diesem Jahr das „BRLO BRWHOUSE“. Hier passe einfach alles. „enuss rundum, für alle Sinne. In unserem Szenerestaurant in der „BRLO Craft Beer“-Brauerei am Gleisdreieck haben sich Berliner Lebensgefühl und neue deutsche Drinks und Küche idealst verbunden. Für Optik und Gebäude hat Berlins Star-Architektenbüro GRAFT gesorgt, BRLO Porter, Pale Ale oder Matcha Weisse und Maple Smoked Weizen Bock gibt es auch an der Craftbier-Bar. Für die dazu passende Küche sorgt Ben Pommer, der bei Nils Henkel und zuletzt Souschef im „Kronenschlösschen“ in Eltville war“, so das Urteil der Jury

The Duc Ngo mit seinen Restaurants wie „Kuchi“, „Cocolo Ramen“, „Madame Ngo“, „893 Ryotei“, „Golden Phönix“ u. w. erhält von der Jury den Titel „Gastronomischer Innovator 2017“. „Er ist quasi Ur-Berliner und trotzdem Emigrant. Geboren wurde er 1974 in Hanoi, der Vater war Chinese. Nach Konflikten zwischen China und Nordvietnam musste die Familie auf einer übervollen Dschunke übers Meer nach Hongkong fliehen. Deutschland gewährte Asyl. Ein Glück für uns und für Berlin! Die Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf. Der junge The Duc jobbte in Burgerläden, verkaufte Eis, lernte die Sushi-Kunst. 1999 eröffnete er das legendäre „Kuchi“ in der Kantstraße, sein „Shiro i Shiro“ galt 2005 als erstes Szenerestaurant in der neuen Mitte Berlins. Mit seinem „893 Ryotei“ brachte er Mitte-Flair dann in den Westen, im „Madame Ngo“ gibt es die Gerichte von der Mama. Und gerade hat er mit dem „Funky Fisch“ sein elftes Restaurant aufgemacht.“ (MJ)

 

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