Gästeverhalten

Problem der No-Shows nimmt zu

Leerer Tisch im Restaurant mit Reservierungsschild
Trotz Reservierung bleiben immer häufiger die Tische in Restaurants leer. (Foto: ©vladimirfloyd/stock.adobe.com)
In der Restart-Phase sind Gastronomen mehr denn je auf Gäste angewiesen. Um die corona-bedingten Auflagen einzuhalten, sind Reservierungen notwendig. Doch immer häufiger halten Gäste diese unangekündigt nicht ein.
Mittwoch, 15.07.2020, 09:41 Uhr, Autor: Kristina Presser

No-Shows, das Nichterscheinen von Gästen trotz Reservierungen, ist in normalen Zeiten schon schlimm genug. In der aktuellen Krise verschlimmert es die Situation der Gastronomen um ein Vielfaches. Aus aktuellem Anlass appelliert nun der Dehoga Mecklenburg-Vorpommern an die Fairness der Menschen: „Es häufen sich die Klagen von Gastwirten, dass trotz Reservierung die Tische leer bleiben“, sagte der Dehoga-Präsident von Mecklenburg-Vorpommern Lars Schwarz. Dies sei gerade in diesen Corona-Zeiten, in denen durch die Abstandsregelungen die vorhandene Kapazität teilweise nur zu 50 Prozent genutzt werden kann, besonders schlimm für die Wirte. Daher seien manche schon dazu übergegangen, als Verbindlichkeit für eine Reservierung Geld als Anzahlung zu verlangen. Wer also einen Tisch in einem Restaurant reserviere, sollte die Reservierung unbedingt einhalten oder so früh wie möglich absagen.

Das Problem: Die Situation werde, laut Schwarz, durch die Landesverordnung verschärft, die besagt, dass in Restaurants Tische grundsätzlich reserviert werden müssen. „Gäste, denen wir vorher abgesagt haben, kommen dann auch nicht mehr spontan vorbei.“ Den Tisch nach einer Wartezeit von 15 oder 30 Minuten an andere Gäste zu vergeben, sei also auch keine Lösung. Laut Verordnung ist die „Direktannahme“ von Gästen ohne Reservierung nur dann zulässig, wenn Warteschlangen vermieden werden.
(dpa/mv/KP)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Kellnerin reserviert den Tisch
Umfrage
Umfrage

No-Shows belasten die Gastronomie: Viele Gäste reservieren und kommen nicht

Immer mehr Restaurants leiden unter sogenannten No-Shows: Gäste reservieren – und erscheinen dann nicht. Für viele Betriebe bedeutet das Umsatzverluste und eine zusätzliche Belastung fürs Team. Dennoch scheuen Gastronomen finanzielle Gegenmaßnahmen.
Gedeckter Restauranttisch mit einem Reserviert-Schild
Empfehlungen
Empfehlungen

No-Shows in der Gastronomie

Immer mehr Gäste reservieren und tauchen dann nicht auf. No-Shows kosten bares Geld, verderben Lebensmittel und verunsichern das Team. Doch es gibt Strategien, mit denen sich Gastronomen schützen können.
Florian Panholzer
Kaution für Tischreservierungen
Kaution für Tischreservierungen

Hotel Zugspitze ergreift Maßnahmen gegen „No Shows“ im Restaurant

Mehrere hundert Euro pro Vierer-Tisch kostet es das Hotel Zugspitze, wenn zwei bis drei Mal pro Woche Gäste einen Tisch bestellen, dann aber nicht zum Essen erscheinen. Dagegen will man jetzt vorgehen: mit Online-Tischreservierung gegen Kaution.
Reservierungs-Schild auf gedecktem Tisch
Ratgeber
Ratgeber

No-Shows vermeiden

Gäste reservieren und erscheinen nicht? Das ist ärgerlich und kostet Gastronomen bares Geld. Es gibt jedoch einige Tricks, wie sie mit dem Thema umgehen und im besten Fall die No-Shows reduzieren können.
Ein Reserviert-Schild auf einem Tisch
Tischreservierungen
Tischreservierungen

No-Shows nehmen rapide zu

Immer mehr Menschen treten Reservierungen nicht an. Zahlreiche Restaurants reagieren mit Stornogebühren und der Verweigerung von Tischreservierungen. 
Public-Viewing in einer Kneipe
Fußball-WM 2026
Fußball-WM 2026

Nach DFB-Aus: Lohnt sich Public Viewing jetzt noch?

Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft verliert die WM 2026 für viele deutsche Fans an Zugkraft. Doch für Gastronomen können sich Public-Viewing-Events trotzdem weiter lohnen – aber nur, wenn Nachfrage, Personal und Kosten realistisch kalkuliert werden.
Hero in Auckland
Gourmetführer
Gourmetführer

110 Restaurants im ersten Michelin Guide Neuseeland

Der Michelin Guide feiert Premiere in Aotearoa Neuseeland – und damit zugleich sein Debüt in Ozeanien. Die Auswahl umfasst Restaurants in Auckland, Wellington, Christchurch und Queenstown. Zum Start wurden 110 Restaurants ausgezeichnet. 
Daniel Schimkowitsch
HOGAPAGE-Interview
HOGAPAGE-Interview

Dritter Michelin-Stern für L.A. Jordan: „Es ist schwer in Worte zu fassen“

Es kam unerwartet: Als einziges Restaurant steigt das „L.A. Jordan“ in den Drei-Sterne-Olymp des Guide Michelin auf. Im Interview mit HOGAPAGE spricht Executive Chef Daniel Schimkowitsch über den Moment danach, ein Team, das zur Familie wurde, und die neue internationale Strahlkraft für Deidesheim und die Pfalz.
United-Internet-Standort Karlsruhe
Neuauftrag
Neuauftrag

SV Deutschland übernimmt Betriebsgastronomie für United Internet

Doppel-Akquise für SV Deutschland: Ab Juli 2026 übernimmt der Anbieter für Gemeinschaftsgastronomie die gastronomische Versorgung an gleich zwei Standorten eines der führenden Technologiekonzerne Deutschlands.