Küchenkrieg

Nötigung zur Billigware: Sternekoch schmeißt hin

Der Sternekoch Cornelius Speinle vom Hamburger Luxushotel „Fontenay“ hat gekündigt. Zuvor eskalierte ein Streit mit dem Besitzer und Milliardär Klaus-Michael Kühne, der den Küchenchef zur Verwendung von Billigware zwingen wollte.

Montag, 25.11.2019, 12:52 Uhr, Autor: Thomas Hack
Spitzenkoch Cornelius Speinle

Der Hamburger Sternekoch Cornelius Speinle setzt sich gegen den milliardenschweren Besitzer des „Fontenay“ zur Wehr. (Foto: © Götz Wrage)

Der Sternekoch Cornelius Speinle hat dem Restaurant „Lakeside“ im Hamburger Luxushotel „Fontenay“ den Rücken gekehrt – nach einem bizarren Küchenkrieg mit dem milliardenschweren Besitzer Klaus-Michael Kühne. „ICH habe gekündigt!“, soll der renommierte Küchenchef der BILD-Zeitung gegenüber verlauten haben lassen, nachdem er sich einen ernsthaften Grundlagenstreit mit Kühne geliefert habe. Der sparsame Milliardär habe laut eigener Aussage Speinles von ihm verlangt, trotz Sterneauszeichnung des Restaurants Billigware statt ausgesuchte Frischzutaten zu verarbeiten und beispielsweise fertige Fischfilets statt fangfrische Ware zu verwenden. „Er hat viel zu teuer eingekauft“, soll Kühne in diesem Zusammenhang behauptet haben.

„Ich suche einen neuen Arbeitgeber, der Verständnis für Fine Dining hat!“

Nach solchen Forderungen sah sich der Sternekoch in seiner Kochehre verletzt und konterte laut BILD auf die Billigwaren-Anweisung Kühnes : „Das mache ich aber nicht! Ich bin Handwerker, meine Seele liegt auf dem Teller. Es war auch anders abgesprochen. Ich bin jung, kreativ, will Gas geben und suche einen neuen Arbeitgeber, der Verständnis für Fine Dining hat!“ Speinle war es gelungen, innerhalb von anderthalb Jahren einen Michelin-Stern für das „Lakeside“ im Fontenay zu erkochen und war eigenen Angaben zufolge kurz davor, den zweiten Stern zu erhalten. (bild.de/TH)

 

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