Jonatan Huynh verteidigt Titel beim Milram Cup 2026
Beim Milram Cup 2026 hat Jonatan Huynh erneut den ersten Platz belegt. Der Jungkoch vom Restaurant Frölichs setzte sich mit einem Menü aus angebeiztem Makrelentatar zu Apfel-Sellerie-Sud, sous-vide-gegarter Kaninchenballotine und veganer Erdbeer-Joghurt-Mousse gegen starke Konkurrenz durch.
Nach seinem Sieg im Vorjahr gewann der 20-Jährige den Wettbewerb damit zum zweiten Mal in Folge. Der Milram Cup fand in diesem Jahr zum elften Mal statt und gilt in der Region Bremen als feste Größe für den gastronomischen Nachwuchs.
Wettbewerb für junge Kochtalente
Der Cup richtet sich gezielt an Auszubildende im Kochberuf. Gemeinsam mit dem Koch-Club Bremen, dem Schulzentrum am Rübekamp und Milram Food-Service soll der Wettbewerb jungen Talenten ermöglichen, ihr Können unter realistischen Wettbewerbsbedingungen zu zeigen.
In Zeiten des Fachkräftemangels möchten die Veranstalter damit auch ein Zeichen setzen und den Kochberuf jungen Menschen näherbringen.
Acht Finalisten kochten unter Zeitdruck
Bereits im April waren 16 Auszubildende zum Vorentscheid angetreten. Acht von ihnen qualifizierten sich für das Finale. Pünktlich um 12 Uhr wurde dort der Warenkorb bekanntgegeben. Anschließend mussten die Jungköche Ideen entwickeln, ein Menü schreiben und ihr Konzept umsetzen.
In der Vorspeise standen Makrele und grüner Apfel im Mittelpunkt. Im Hauptgang galt es, Kaninchen mit Mairübchen und Milram Käseraspeln zu kombinieren. Den Abschluss bildete eine vegane Nachspeise aus Waldmeister, Erdbeere und der pflanzlichen Milram VeJog Joghurt-Alternative.
Jonatan Huynh überzeugt mit ausgewogenem Menü
Jonatan Huynh überzeugte die Jury mit einem technisch starken und harmonisch ausbalancierten Menü. Für ihn war der Wettbewerb auch eine Gelegenheit, Erfahrungen aus früheren Teilnahmen zu nutzen.
„Vieles von dem, was ich heute gemacht habe, habe ich in ähnlicher Form schon bei anderen Wettbewerben ausprobiert – und dabei lief nicht immer alles perfekt. Beim Milram Cup wollte ich genau dort ansetzen, aus früheren Fehlern lernen und mich weiter verbessern. Ich strebe immer nach Optimierung. Besonders schön ist, dass wir uns unter den Schülern gegenseitig motivieren und fördern“, sagt der 20-Jährige.
Fynn Posse und Liam Ahlers auf den Plätzen zwei und drei
Auch auf den weiteren Podestplätzen entschied ein hohes Niveau. Fynn Posse vom Parkhotel Bremen belegte Rang zwei. Der 27-Jährige überzeugte unter anderem mit einer Kaninchen-Roulade mit Mairübchen-Püree sowie einem veganen Waldmeister-Limetten-Eis.
Knapp dahinter folgte Liam Ahlers vom Bremer Restaurant Vai Vai auf dem dritten Platz. Der 18-jährige Nachwuchskoch im zweiten Lehrjahr setzte auf gedünstetes Makrelenfilet zu Apfel-Risotto und kombinierte im Hauptgang zweierlei vom Kaninchen mit Erdbeer-Jus und Mairübchen-Creme.
„Was die Schüler hier unter Zeitdruck leisten, beeindruckt mich jedes Jahr aufs Neue. Die Gerichte werden kreativer, professioneller und bewegen sich auf einem Niveau, das sich vor der gehobenen Gastronomie nicht verstecken muss“, sagt Küchenmeister László Nagy, der das Projekt seit elf Jahren begleitet.
Für die jungen Talente sei der Wettbewerb zudem eine wichtige Vorbereitung: „Für die jungen Talente ist der Milram Cup eine hervorragende Vorbereitung auf Abschlussprüfungen, weitere Wettbewerbe und den späteren Berufsalltag.“
Service-Klasse sorgt für reibungslosen Ablauf
Neben den Leistungen in der Küche spielte auch der Service eine wichtige Rolle. Im Berufsschulzentrum am Rübekamp werden ebenfalls Fachkräfte für Gastronomie ausgebildet – ein Berufsfeld, das ebenfalls stark vom Fachkräftemangel betroffen ist.
„Ein Abend im Restaurant lebt vom Zusammenspiel aus Küche und Service. Wenn beides perfekt aufeinander abgestimmt ist, entsteht ein Gesamterlebnis, das Gäste begeistert – und genau deshalb ist professioneller Service so wichtig“, betont Nina Rempe, Head of Marketing bei Milram Food-Service.
Die Service-Klasse begleitete den Abend vom Sektempfang über die Getränkebegleitung bis zum Dessert. Victoria Paciepny, Auszubildende im ersten Lehrjahr zur Fachfrau für Restaurant- und Veranstaltungsgastronomie, übernahm gemeinsam mit dem Restaurantleiter die Service-Leitung.
„Es war spannend, einmal in die Rolle der Leitung zu schlüpfen – für mich eine komplett neue Erfahrung. Man merkt schnell, dass deutlich mehr Organisation und Kopfarbeit gefragt sind und viele Fragen gleichzeitig auf einen zukommen“, berichtet die 21-Jährige.
Auch Service-Schüler Dennis Merzlikin nahm viele Eindrücke mit: „Am Anfang hatte ich Respekt davor, Fehler zu machen, weil heute mehr von uns verlangt wurde als im Ausbildungsalltag. Insgesamt haben wir das als Team sehr gut gemeistert – und wenn Fehler passiert sind, dann nur kleine“, fasst der 20-Jährige den Abend zusammen.
(Milram/ SAHO)