Umzug

Guide-Michelin-Redaktion zieht nach Frankfurt

Der Sterneregen kommt von nun an aus der Main-Metropole. Hierhin zog jetzt ein Großteil der Michelin-Zentrale, darunter auch die Guide-Michelin-Redaktion. Vor allem der Restaurantführer steht hier vermehrt im Fokus.

Montag, 01.07.2019, 12:23 Uhr, Autor: Kristina Presser
„The Squaire“ am Frankfurter Flughafen

Die New Work City „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen – seit Ende Juni 2019 unter anderem neue Heimat der Guide-Michelin-Redaktion für Deutschland und die Schweiz. (Foto: © Fraport AG)

Am 28. Juni 2019 hat ein Großteil der Michelin-Zentrale offiziell seine neuen Räume in Frankfurt am Main bezogen. Das teilte unter anderem die FAZ mit. Die Verwaltung für unter anderem das Deutschland- und Großbritannien-Geschäft sowie zentrale Funktionen der Region Europa Nord wickeln fortan 250 Mitarbeiter im MFO, Michelin Frankfurt Office, ab. Neue Adresse ist das „The Squaire“ – ein rund 660 Meter langes, neun Stockwerke hohes Bürogebäude im Stadtteil des Frankfurter Flughafens, das als „New Work City“ gilt. Wie der Präsident der Michelin Europe North Region, Anish Taneja, sagte, wolle man mit dem Umzug in die Main-Metropole auch zeigen, „dass wir mehr sind als Reifen“. Neben der Sohlen-Produktion für Markenschuhe, liegt der Fokus dort vor allem auf dem Gastro-Vorzeigeprodukt: Mit den Einzelabteilungen Marketing, Verkauf, Kommunikation und Personal ist von nun an auch die deutsche Redaktion des Guide Michelin in Frankfurt ansässig. Damit prasselt der Sterneregen für die Spitzengastronomie hierzulande künftig von Hessen aus auf die Restaurants herab.

Guide Michelin sorgt für positivere Marken-Wahrnehmung

Das Kernteam des Guide Michelin für Deutschland besteht aus Direktor und Chefredakteur Ralf Flinkenflügel sowie aus vier weiteren Mitarbeitern, wie das Unternehmen angibt. Über die Anzahl der Inspektoren, gibt es jedoch keine Auskunft von Michelin. Laut Taneja nehme die Bedeutung des Guide Michelin im Unternehmen immer mehr zu. Was einst mit einem Werkstattführer für Frankreich begann, hat sich bis dato zu einem der international wichtigsten Hotel- und Restaurantführer gemausert. Das sei vor allem für die Markenwahrnehmung essentiell. Denn Taneja ist der Meinung, viele Menschen würden mit Reifen kaum positive Verbindungen knüpfen. Ganz anders sei das beim Guide Michelin der Fall, der für gute, hochwertige Speisen und genussvolle Erlebnisse steht.

Das Werk des Reifenherstellers bleibt mit etwa 1100 Mitarbeitern am bisherigen Standort Karlsruhe bestehen. Wie Anish Taneja kürzlich in einem Interview bestätigte, ist Karlsruhe darüber hinaus auch weiterhin der juristische Deutschland-Sitz von Michelin.

 

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