Auszeichnungen

Gault & Millau kürt Tohru Nakamura zum „Koch des Jahres 2020“

Tohru Nakamura
Tohru Nakamura in München ist „Koch des Jahres“. (© picture alliance/Peter Kneffel/dpa)
Mehr Nachhaltigkeit, regionales Wild, heimische Fische: Die Gault&Millau-Restaurantkritiker; sehen bei jungen Köchen ein Umdenken – und zeichnen den Münchner Küchenchef Tohru Nakamura  als „Koch des Jahres“ aus.
Montag, 04.11.2019, 18:00 Uhr, Autor: Thomas Hack

Der Küchenchef des Münchner Restaurants „Werneckhof“, Tohru Nakamura, ist „Koch des Jahres“. Das haben die Tester des Restaurantführers Gault&Millau entschieden. Der 36-jährige bekommt darin 19 von 20 möglichen Punkten. „Als Sohn einer deutschen Mutter und eines japanischen Vaters verinnerlichte er von klein auf in München und Tokio zwei kulinarische Welten“, urteilte die Chefredakteurin der Deutschland-Ausgabe, Patricia Bröhm. „Heute erleben seine Gäste, wie er europäische Avantgarde mit den Geheimnissen der traditionellen japanischen Küche zu etwas ganz Neuem webt, befeuert von hoher kulinarischer Intelligenz.“

Trend zur japanischen Küche

Nakamura beschreibt seine Ansprüche an sich selbst im Interview der Deutschen Presse-Agentur so: „Bei jedem Gast muss es passen. Das ist unser Druck, unsere Herausforderung, weil wir den Anspruch haben, ein perfektes Produkt zu präsentieren.“ Ihm sei „mit einer gewissen Demut“ bewusst, dass die Gäste mit 225 Euro für das siebengängige Menü viel Geld bezahlen – weshalb er ihre Erwartungen nicht nur nicht enttäuschen, sondern übererfüllen wolle. Nakumura verkörpert laut Gault&Millau auch einen deutschlandweiten Trend zu profunden Kenntnissen der japanischen Küche. Weitere Trends: Wild und heimische Fische.

Mehr „Nachdenklichkeit“ in deutschen Küchen

Die 32 Restaurantkritiker haben für die neue Ausgabe des Kulinarik-Führers, die am Dienstag erscheint, mehr als 1000 Restaurants getestet. Sie sehen insgesamt mehr „Nachdenklichkeit“ in gehobenen deutschen Küchen. „Vor allem die junge Generation kocht mit einem geschärften Bewusstsein für die Endlichkeit der Ressourcen“, sagte Bröhm. Junge Köche orientierten sich „zunehmend an dem, was für unsere Großeltern und Urgroßeltern selbstverständlich war. Eine Küche, die die Schätze heimischer Natur hochachtet, die Saison respektiert und alles vom Tier und von der Pflanze verwendet, was essbar ist, bis hin zu den lange verschmähten Innereien“.

Acht Küchenchefs bilden „Spitzenteam“ des Gault&Millau

In der Gruppe der deutschen Spitzenköche mit 19,5 von 20 Punkten hat sich in diesem Jahr allerdings nichts getan. Nach wie vor gelten acht Männer laut Gault&Millau als Deutschlands beste Köche – darunter Christian Jürgens von der „Überfahrt“ in Rottach-Egern am Tegernsee als einziger bayerischer Koch in der Spitzengruppe. Ihm folgen der frisch gekürte „Koch des Jahres“ Nakamura mit seinen nun 19 Punkten und Jan Hartwig vom „Atelier“ in München, der ebenfalls erstmals 19 Punkte erhielt. Im Vergleich zur Vorjahresausgabe nimmt der Gault&Millau in Bayern 24 Restaurants neu auf und streicht 24, die er für langweilig geworden hält. 20 werden höher bewertet als im Vorjahr, nur 3 niedriger.

Die weiteren Auszeichnungen des Gault & Millau:

  • Gastgeber des Jahres: David Breuer von der „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn
  • Aufsteiger des Jahres: Christian Eckhardt vom „Purs“ in Andernach bei Koblenz
  • Entdeckung des Jahres: Dustin Dankelmann vom „959“ in Heidelberg
  • Sommelier des Jahres: Nina Mann vom „Victor’s Fine Dining by Christian Bau“ in Perl im Saarland
  • Pâtissier des Jahres: Marco D’Andrea vom Hotel „The Fontenay“ in Hamburg
  • Gastronom des Jahres: Günther Jauch von der „Villa Kellermann“ in Potsdam
  • Bester deutscher Koch im Ausland: Heinz Beck vom „La Pergola“ in Rom

Deutschlands beste Köche:

  • Christian Bau, „Victor’s Fine Dining by Christian Bau“ in Perl
  • Sven Elverfeld, „Aqua“ in Wolfsburg
  • Klaus Erfort, „GästeHaus“ in Saarbrücken
  • Christian Jürgens, „Überfahrt“ in Rottach-Egern
  • Torsten Michel, „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn
  • Clemens Rambichler, „Waldhotel Sonnora“ in Dreis bei Wittlich
  • Tim Raue, „Tim Raue“ in Berlin
  • Joachim Wissler, „Vendôme“ in Bergisch Gladbach

(dpa/TH)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Naturhotel Waldklause - "Hotel des Jahres 2022" Gault&Millau Österreich
Gault&Millau Österreich
Gault&Millau Österreich

Das Naturhotel Waldklause ist „Hotel des Jahres 2022“

Der Gault&Millau; 2022 für Österreich ist erschienen. „Hotel des Jahres 2022“ wurde das Naturhotel Waldklause, dass laut Restaurantführer „eine Vorreiterrolle“ einnimmt.
Andreas Senn (links) und Küchenchef Christian Geisler
Gault&Millau
Gault&Millau

Neue Hauben für Österreichs Spitzenköche

Gault&Millau; 2022: Das Restaurant Broadmoar in Oisnitz von Johann Schmuck sowie das Ikarus von Martin Klein in Salzburg gewinnen jeweils eine Haube dazu. Auch Andreas Senn freut sich über eine Top-Bewertung.
Ein gedeckter Tisch in einem Gourmetrestaurants.
Auszeichnungen
Auszeichnungen

Gault&Millau kürt Luxemburger „Koch des Jahres“

Dieser Tage wurden vom Restaurantführer Gault&Millau; wieder die besten Köche Luxemburgs gekürt. Den Spitzenplatz erreichte René Mathieu vom Gourmetlokal „La Distillerie“.
Die Köche Johannes King und Jan-Philipp Berner vom "Söl'ring Hof" auf Sylt
Gault & Millau
Gault & Millau

„Koch des Jahres“ ist diesmal ein Duo!

Die Sylter Köche Johannes King und Jan-Philipp Berner wurden vom renommierten Restaurantführer Gault & Millau für ihre authentische, qualitativ hochwertige norddeutsche Küche geehrt. 
Dorian Heidel hält die Auszeichnung „sehr gut“ für die HOGAPAGE Jobbörse auf der Zukunft Personal Europe in Köln.
Qualitätssiegel
Qualitätssiegel

HOGAPAGE Jobbörse mit „sehr gut“ ausgezeichnet

Anerkennung für die Personalsuche in Hotellerie und Gastronomie: Beim Wettbewerb „Deutschlands beste Jobportale 2026“ vom Institute for Competitive Recruiting (ICR) und Jobboersencheck.de überzeugt die HOGAPAGE Jobbörse als Spezialist. Dorian Heidel nahm das Qualitätssiegel in Köln entgegen.
Portrait Maximilian Stock
Tiroler Spitzenküche
Tiroler Spitzenküche

Vier Hauben für die Genießerstube

Erneut 17 Punkte im Gault&Millau und ein kulinarisches Event mit Gastköchen: Die Genießerstube im Alpenhof Hintertux bestätigt ihre Position in der österreichischen Spitzengastronomie. Küchenchef Maximilian Stock setzt dabei auf eine moderne Interpretation alpiner Küche.
Essen im Trofana Royal
Ehrung
Ehrung

Trofana Royal führt Gourmethotels-Ranking an

Den ersten Platz in der Kategorie Gourmethotels in Österreich im Ranking des Magazins Connoisseur Circle belegt  das Trofana Royal in Ischgl. Das Resort setzt auf zwei unterschiedliche Restaurantkonzepte und eine mehrfach ausgezeichnete Küche unter der Leitung von Martin Sieberer.
Lichtinstallation Treppenhaus Steigenberger Hotel
Auszeichnungen für die Grandhotellerie
Auszeichnungen für die Grandhotellerie

Europäischer Hof Baden-Baden erhält drei Auszeichnungen

Innerhalb weniger Wochen wurde der Steigenberger Icon Europäischer Hof Baden-Baden mit dem German Design Award 2027, einem Iconic Award 2026 und zwei Michelin Keys ausgezeichnet. Die Preise würdigen das Design und die Hotelqualität des Hauses, das im August 2025 nach umfassender Neugestaltung wiedereröffnet wurde.
Sieben Personen beim Gruppenfoto auf der Bühne des Deutschen Fairness-Preises 2026. Drei halten Auszeichnungen in den Händen.
Auszeichnung
Auszeichnung

Lindner Hotels & Resorts erhalten Deutschen Fairness-Preis 2026

64.724 Bewertungen bilden die Grundlage der Auszeichnung vom Deutschen Institut für Service-Qualität und dem Nachrichtensender ntv. Bei der Preisverleihung in Berlin nahm Ina Treß die Ehrung stellvertretend für die Hotelgruppe entgegen.