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Auslandsreisen: Donald Trump mag es gerne „well-done“

Donald Trump ist ein streitbarer Präsident. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Bei der Wahl seiner Speisen ist der mächtigste Mann der Welt aber alternativlos, wie sein Auslandsbesuch in Saudi-Arabien erneut zeigte.

Freitag, 26.05.2017, 10:00 Uhr, Autor: Felix Lauther
Donald Trump und König Salman Bin Abdelaziz Al Saud

Donald Trump besuchte bei einer seiner ersten Nahost-Reise den saudischen König Salman Bin Abdelaziz Al Saud (© picture alliance / abaca)

Beim Essen versteht Donald Trump kein Spaß. Das mussten auch der saudische König und sein gastronomisches Empfangskomitee beim Auslandsbesuch des US-Präsidenten in Riad feststellen. Obwohl die reichen Araber bei der üppigen Speisenfolge keine Kosten und Mühen gescheut hatten, bestand Trump auf seine Lieblingsspeise: Steak, „well-done“-gebraten, auf einem Ketchup-Spiegel. Nach Berichten der „Associated Press“ bereiten seine persönlichen Küchenchefs ihm Stek mit Ketchup, Lamm und viel Reis zu. Alle Tiere sollen nach muslimischer Vorschrift, nach den Halal-Regeln zubereitet worden sein. In Saudi-Arabien wird eine besonders strenge Auslegung des Islam praktiziert: der Wahabismus.

Bei Obama gab es Hummersuppe und französisches Gebäck
Darauf muss selbst der mächtigste Mann der Welt Rücksicht nehmen, denn die Araber sind wichtige Verbündete im Anti-Terror-Kampf der USA. Wie der „Stern“ in seiner Online-Ausgabe berichtet, sind Trumps kulinarische Ansprüche längst ein offenes Geheimnis. So soll ein Bürger bereits bei einer Wahlkampf-Rede in South Carolina ein Schild mit der Aufschrift „Trumps likes his steak well done“ hochgehalten haben.

Auch sein Vorgänger im Weißen Haus besuchte Saudi-Arabien mehrere Male. Laut „Stern.de“ gab sich Barack Obama dabei aber unkomplizierter als Trump. Damals tischten die saudischen Gastgeber ihrem hohen Besuch Hummersuppe, Lamm und französisches Gebäck auf. Ketchup hätte in diese Menüfolge sowieso nicht reingepasst… (Stern.de / FL)

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