Dubai

HOGALIFE – Interview mit Amir Ben Mansour

Bei uns bekommen Branchenmitarbeiter – egal, ob Spülkraft oder Hotelmanager – eine Stimme! Hier gibt es echte Einblicke in den realen Berufsalltag. Heute im Interview: Der gelernte Hotelfachmann Amir Ben Mansour aus Mannheim, der es nach Dubai geschafft hat.

Mittwoch, 16.11.2016, 15:00 Uhr, Autor: Geoffrey Goldsworthy
Amir Ben Mansour

© Luca Lombardi

Sehr geehrter Herr Mansour, welche/n Position/Beruf üben Sie momentan genau aus?
Im Moment arbeite ich als Front Office-Guest Service Executive im Jumeirah Zabeel Saray in Dubai.

Ist der Job so, wie Sie ihn sich im Vorfeld vorgestellt haben?
Definitiv! Jeder Tag ist eine neue Herausforderung und man lernt die verschiedensten Menschen und Kulturen kennen. Spannung und Abwechslung stehen an der Tagesordnung, ich finde das genial!

Was hat Sie nach der Ausbildung in Frankfurt nach Dubai verschlagen?
Da ich meine Ausbildung im Jumeirah Frankfurt absolviert hatte und die Hotelkette Jumeirah aus Dubai stammt, war es sehr naheliegend für mich nach der Ausbildung das Ursprungsland dieser tollen Hotelkette kennen zu lernen. Dubai hat mich schon immer fasziniert und verzaubert mich immer noch Tag für Tag.

Was mögen Sie am meisten, beziehungsweise am wenigsten an Ihrem Job?
Ich liebe es unseren Gästen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Im Jumeirah Zabeel Saray arbeiten wir alle auf ein großes Ziel hin: einzigartige Momente zu schaffen. Genau das liebe ich an meinem Beruf. Selbst die eher „negativen“ Seiten, wie beispielsweise die Überstunden, machen mir nichts aus, wenn wir es schaffen unvergessliche Momente für unsere Gäste zu schaffen.

Wo wollen Sie karrieretechnisch noch hin?
Nach ganz oben! Ich denke jeder zielstrebige Mensch möchte in seinem Beruf das Maximum erreichen. Mein Traum ist es, ein eigenes kleines, romantisches Hotel in Heidelberg zu besitzen, in dem ich alles, was ich im Laufe meiner Karriere gelernt habe, anwenden kann.

Wer motiviert und inspiriert Sie?
Meine Mutter! Sie ist meine Inspiration in allem was ich tue, sogar in meinem Beruf. Sie hat mir früh gezeigt, was es bedeutet „der perfekte Gastgeber“ zu sein. Ich erinnere mich gerne an die Zeiten zurück, als jeden Sonntag unsere komplette Familie (über 20 Familienmitglieder) zum Brunch zu Besuch kam und meine Mutter mit Leichtigkeit jede Vorliebe meiner Tanten und aller anderen Verwandten auswendig wusste. Sie hat immer 200 Prozent gegeben, um alle glücklich zu machen.

Wie lautet Ihr Motto vor einem besonders stressigen Tag?
Ich habe kein Motto VOR einem stressigen Tag, denn wer sich zu lange mit den Problemen von morgen beschäftigt ist am nächsten Tag zu müde sie zu lösen. Das Wichtigste, das ich während meiner Ausbildung gelernt habe ist:  MISE EN PLACE!!  Wer perfekt vorbereitet ist, meistert jeden stressigen Tag!

Was würden Sie sagen ist der größte Unterschied zwischen der Anstellung in Dubai, verglichen mit den bisherigen Erfahrungen in Deutschland?
In Dubai arbeitet man generell in viel größeren und vor allem internationalen Teams zusammen. Man lernt viel über andere Kulturen. Das Gleiche gilt für die Gäste. Während ich in Frankfurt hauptsächlich Businessgäste aus Deutschland und Europa betreut habe, haben wir im Jumeirah Zabeel Saray Leisure Besucher aus der ganzen Welt.

Drei Dinge auf die Sie gar nicht verzichten können?
SKYPE, Schokolade, Familie und Freunde.

Lieber Herr Mansour, vielen Dank für das Interview und Ihren Einblick in Ihren Berufsalltag. 

 

© Luca Lombardi
© Luca Lombardi

Über Amir Ben Mansour
Amir Ben Mansour, 26, ist gelernter Hotelfachmann. Er arbeitet derzeit als Front Office-Guest Service Executive im Jumeirah Zabeel Saray in Dubai. 2016 wurde er von der AICR zum Receptionist of the Year of UAE gewählt und nimmt im Februar 2017 beim internationalen Ableger, dem David Campbell Award in Paris teil. Seine größte Inspiration ist seine Mutter, denn sie hat ihm schon früh gezeigt, was es bedeutet „der perfekte Gastgeber“ zu sein.

Weitere Themen