Heiko Buchta über das erste HSMA Technology & Online Marketing Camp 2026
Vom 15. bis 17. Juli 2026 veranstaltete die HSMA Deutschland erstmals das Technology & Online Marketing Camp. Im MOA Berlin tauschten sich Fach- und Führungskräfte aus der Hospitality-Branche über aktuelle Trends, Herausforderungen und Best Practices aus ihrem Berufsalltag aus.
Anders als bei klassischen Konferenzen wurde die Agenda von den Teilnehmenden selbst gestaltet. In zahlreichen Sessions ging es unter anderem um künstliche Intelligenz, Hyperpersonalisierung, Cybersecurity, KI-Sichtbarkeit, Change Management und den effizienten Einsatz von KI-Tools. Ein Hackathon mit No-Code-, Low-Code- und AI-Coding-Tools ergänzte das Programm.
Einer der Teilnehmer war Heiko Buchta, Direktor und Prokurist der Platzl Hotels in München. Beim Camp moderierte er selbst eine Session zum Thema Change und KI. Im HOGAPAGE-Interview spricht er über seine Eindrücke, die Bedeutung von Leadership im technologischen Wandel und den besonderen Mehrwert des Barcamp-Formats.
Mit welchen Erwartungen sind Sie zum ersten HSMA Technology & Online Marketing Camp gereist – und wurden diese erfüllt?
Ich hatte keine konkreten Erwartungen, da es sich um ein neues Format handelte. Allerdings war mein Interesse am Thema sehr groß, weil es in meinem Berufsalltag eine wichtige Rolle spielt. Deshalb suche ich gezielt nach Formaten, die den Austausch mit anderen ermöglichen und neue Impulse liefern. In dieser Hinsicht wurden meine Erwartungen definitiv erfüllt.
Welche Session oder Diskussion ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?
Natürlich die Session zum Thema Change und KI, die ich selbst moderiert habe. Darüber hinaus beschäftigt mich das Thema sehr, weil häufig noch projekt- und themenorientiert diskutiert wird. Ich bin jedoch überzeugt, dass wir die anstehenden Veränderungen nicht mit den bisherigen Ansätzen bewältigen können.
Leadership bedeutet in diesem Zusammenhang auch, bei Führungskräften ein Mindset für Wandel zu entwickeln. Da ich in der Praxis dabei oft an Grenzen stoße, habe ich dieses Thema bewusst in den Mittelpunkt gestellt.
Gab es eine Erkenntnis, die Ihre Sicht auf Technologie oder Online-Marketing verändert hat?
Der gesamte Bereich befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel. Technologie und Online-Marketing haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Für mich ist es entscheidend, dass diese Themen auf Geschäftsführungsebene verankert werden, um notwendige Entwicklungen und Systeme aktiv voranzutreiben. Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass diese Erkenntnis noch nicht überall angekommen ist.
Was macht das Barcamp-Format aus Ihrer Sicht wertvoller oder anders als klassische Fachveranstaltungen?
Es handelt sich nicht um eine klassische Frontbeschallung, sondern um einen aktiven Austausch. Das Camp ist dabei nur so gut wie die Menschen, die sich mit ihren Themen und Erfahrungen einbringen.
Natürlich kann man auch einfach zuhören, den größten Mehrwert erzielt man jedoch durch die aktive Beteiligung und den Dialog mit anderen Teilnehmenden. Das erfordert mehr Einsatz, lohnt sich aber definitiv.
Welchen konkreten Impuls nehmen Sie aus dem Camp für Ihren Arbeitsalltag mit?
Die Erkenntnis, dass es nicht den einen richtigen Weg gibt. Unsere Betriebe sind dafür zu unterschiedlich. Umso wichtiger ist es, sich kontinuierlich mit den Themen auseinanderzusetzen, um für das eigene Unternehmen die richtigen Entscheidungen treffen zu können.
Was sollte die HSMA bei einer Neuauflage beibehalten – und was noch verbessern?
Weiterhin den Fokus auf neue und relevante Themen legen und diese aktiv besetzen. Am Format selbst würde ich nichts ändern.
Vielen Dank an die HSMA für die Möglichkeit des Interviews. Auch an Sie, Herrn Buchta, für Ihre Zeit und die wertvollen Einblicke in das TOM-Camp!
(HSMA/ SAHO)


