Interview

Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen

In der Hospitality-Branche fehlen sie an allen Ecken und Enden. Deshalb setzen viele Hoteliers auf Fachkräfte aus dem Ausland. Im Gespräch mit HOGAPAGE spricht Alexander Aisenbrey über den Recruiting-Prozess von ausländischem Personal.

Donnerstag, 17.11.2022, 15:16 Uhr, Autor: Thiemo Welf-Hagen Wacker
Alexander Aisenbrey.

Alexander Aisenbrey, Geschäftsführer des Hotels Der Öschberghof (Foto: © Der Öschberghof) 

Wieso setzt man nun verstärkt auf Fachkräfte aus dem Ausland?

Da uns aufgrund des demographischen Wandels, der seit 30 Jahren bekannt ist, im Inland und in der europäischen Union keine Arbeitskräfte mehr zu Verfügung stehen, ist dies die einzige Option, angemessen auf dieses Situation zu reagieren.

Wie funktioniert der Recruiting-Prozess von Fachkräften aus dem Ausland?

Durch Zusammenarbeit mit allen Behörden und Ämtern und die Gespräche vor Ort. Wir sind im Zuge der Recruiting-Prozesse in regem Austausch mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und auch der Bundesagentur für Arbeit, die uns beispielsweise nach Ägypten einlud. Dort erwarteten uns ca. 20 qualifizierte und potenzielle Fachkräfte, die sich für einen Beruf in Deutschland beworben haben. Nach absolvieren der Sprachkurse ist die Einreise nach Deutschland im Juni 2023 geplant.

Worin unterscheidet sich das Recruiting von Auslandsfachkräften von dem eines „normalen“ Recruiting-Prozess?

Jede Einstellung, jedes Gespräch in einem Recruiting-Prozess ist individuell, ob im Inland oder im Ausland. Die jeweiligen Vorgaben und Gesetze müssen beachtet werden. Ein wesentlicher Unterschied zum herkömmlichen Prozess ist jedoch der administrative Mehraufwand sowie die Bürokratie, die es den Arbeitgebern als auch den Arbeitnehmern nicht einfach macht, den Arbeitsplatz anzutreten.

Wo sehen Sie dabei die größten Herausforderungen?

Unter anderem die Vorgaben der Bundesregierung und die bereits genannten Unterschiede sind meines Erachtens auch die größten Herausforderungen. Diese sollten in Zukunft – am besten zeitnah – bewältigt werden, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken.

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