Nachhaltigkeit

„Die Gemeinschaftsverpflegung erlebt eine Zeitenwende“

Dussmann Service hat den ersten Community-Food-Space gestartet. Im Interview erklären Matthias Meyer, Leiter Catering bei Dussmann Service, Region Süd, und Christian Hamerle, Head of Food Service Innovation bei Dussmann Service, das neue Konzept und geben Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung.

Montag, 13.12.2021, 08:26 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Sitzplätze des Flavour Network

In Ismaning bei München eröffnet Dussmann Service das erste Flavour Network: ein hybrides Restaurant-, Co-Working- & Deli-Konzept. (Foto: © Dussmann Group)

Dussmann Service hat mit dem Flavour Network den ersten Community-Food-Space gestartet. Was kann man sich darunter vorstellen?

Meyer: Als hybrides, ganztägig nutzbares Restaurant-, Co-Working- & Deli-Konzept hat das Flavour Network den kulinarischen Anspruch, den veränderten Bedürfnissen und Essgewohnheiten der Tischgäste regional, innovativ und nachhaltig zu begegnen. Wir haben einen genusskulturellen Begegnungsort geschaffen, der diverse Partner und viele innovative Ideen bündelt. Die Raumgestaltung fördert den informellen Austausch genauso wie fokussiertes Arbeiten. Flavour Network schafft einen echten Mehrwert im Bereich Mitarbeiterbindung und Recruiting für die ansässigen Unternehmen.

Wie haben Sie das kulinarische Konzept gestaltet?

Meyer: Statt klassischer Mittagsverpflegung bieten wir echte kulinarische Erlebnisse: à la minute zubereitete Bio-Rühreier mit frischem Hausbrot zum Frühstück, begleitet Cappuccino aus fair&directtrade-Bohnen und wertvoller A2-Milch. Nahezu alle Snacks, Gebäcke und Kuchen werden inhouse entwickelt und produziert, auch unsere Signature-Produkte wie der Crème-brûlée-Cheesecake. Neben dem täglich wechselnden „Dish of the day“ und frischer Pizza alla Pala runden wir, als erster Contract-Caterer, das Angebot einer vollwertigen Ganztagesverpflegung mit der Heißvitrine von Nuttall ab: warmes Essen und Snacks auch außerhalb der Mittagsstoßzeit. Mit unserer eigenen Convenience-Food-Linie „Busy Lizzie“, mit authentisch-italienischen Frischprodukten und frischem Bio-Gemüse zum Selbstkochen, kommen wir auch in die heimischen Küchen der Gäste.

Mit welchen Partnern arbeiten Sie zusammen?

Unser Konzept basiert unter anderem auf Innovations-Bündnissen mit wegweisenden regionalen Dienstleistern wie der Münchner Bauern Genossenschaft und weiteren kleinen regionalen Partnerproduzenten, mit Future-Food-Unicorns wie Infarm und Nachhaltigkeitspartnern wie Vytal und Too Good To Go. In Zusammenarbeit mit dem Food Service Innovation Lab unter der Leitung von Christian Hamerle haben wir eine planbare und saisonale Kulinarik kreiert, die auf regionale Superfoods wie Quinoa, Kichererbsen und Sojabohnen aus dem Münchner Umland baut, so die Biodiversität fördert und anderen bäuerlichen Erzeugern den Weg in die Gemeinschaftsverpflegung oder zu anderen Abnehmern öffnet. Wir stärken auch die regionale (Land)-Wirtschaft.

Weiter zu den Nachhaltigkeits-Tipps und Bildern

Weitere Themen