Umfrage

Österreichs Gastronomie: Was sich Gäste nach dem Lockdown wünschen

In einer aktuellen Umfrage des Omnichannel-Anbieters Lightspeed wurden Österreicher zu ihren Wünschen nach dem Lockdown befragt. Klarer Sieger: ein Restaurantbesuch mit Familie und Freunden.

Freitag, 15.01.2021, 12:13 Uhr, Autor: Kristina Presser
Freunde essen, trinken und lachen gemeinsam am Tisch in einem Restaurant

Ein Restaurantbesuch mit Familien und Freunden ist das erste, worauf sich Österreicher laut einer Umfrage nach dem Lockdown freuen. (Foto: ©chika milan/stock.adobe.com)

Was wünschen sich Österreicher nach dem Lockdown am meisten? Die Antwort: Endlich mal wieder ins Restaurant gehen zu können, am liebsten natürlich in Begleitung von Familie und Freunden. Es ist das Ergebnis einer aktuellen Online-Umfrage des Kassensystem- und E-Commerce-Anbieter Lightspeed unter 500 Österreichern im Alter von 18 bis 65+ Jahren.

Für die meisten Befragten (knapp 27 %) ist Essengehen die erste Aktivität, die sie unternehmen wollen, wenn der Lockdown endlich beendet ist. Erst auf Platz 2 folgt der Wunsch nach einer Urlaubsreise (16 %) vor Shoppen gehen (knapp 10 %) und dem Besuch der Stammkneipe (9 %). Konzerte und Clubs landen erst dahinter.

Wichtigster Kundenwunsch: eine digitale Speisekarte

Befragt nach der Art der Gastronomie, die man nach dem Lockdown als erstes aufsuchen würde, siegt das klassische Restaurant (46 %) mit weitem Abstand vor dem Café (22 %). Gehobene Gastronomie (9 %), Bars (7 %) und Fast-Food-Ketten (6 %) sind hier nicht so sehr gefragt. Interessant: Das Lieferservice-Geschäft, für viele Gastronomen in Österreich die einzige Einnahmequelle während des Lockdowns, wäre für fast die Hälfte der Befragten (44 %) nach Wiedereröffnung der Gastronomie keine Option mehr. Das liegt vor allem daran, dass sie die Gastfreundschaft in Restaurants schätzen und nicht mehr missen möchten, sobald diese wieder geöffnet haben. Die andere Hälfte (55 %) würde hingegen auch weiterhin zum Liefern bzw. Abholen bestellen. Gleichzeitig wünschen sich 31 % für das Jahr 2021, dass Gastronomen ihre Speisen auf mehreren Kanälen anbieten – Abholung, Lieferung und vor Ort. Noch wichtiger (für knapp 33 %) ist allerdings, dass Betriebe ihre Speisekarte digital anbieten.

Knapp ein Drittel würde Preiserhöhungen akzeptieren

Und wie würden die Befragten unabhängige Gastronomen unterstützen, nachdem die Corona-Beschränkungen gelockert werden? Die meisten Österreicher (über 37 %) würden öfter essen gehen als vor dem Lockdown. Jeder Fünfte (22 %) ist zudem bereit, mehr Trinkgeld zu geben. Und 12 % würden noch mehr zum Liefern bestellen.

Auch Preiserhöhungen, sonst immer ein heikles Thema für Gastronomen, würden von vielen Gästen akzeptiert: Fast ein Drittel der Befragten (31 %) gab an, bis zu 5 % mehr für ein Gericht zu zahlen, wenn das betreffende Restaurant aus finanzieller Not heraus seine Preise erhöhen müsste. Noch einmal jeder Zehnte würde bis zu 10 % mehr zahlen, weitere 8 % sogar darüber hinaus. Trotz dieser bemerkenswerten Hilfsbereitschaft für die österreichische Gastronomie befürchtet fast die Hälfte der Befragten (46 %), dass viele kleine und unabhängige Gastro-Betriebe die Corona-Krise nicht überleben werden. 36 % glauben hingegen, dass die österreichische Gastronomie sich anpassen und wieder erfolgreich sein wird.

Auch in anderen Ländern wird der Restaurantbesuch herbeigesehnt

Übrigens: Auch in Deutschland (knapp 29 %), der Schweiz (knapp 30 %), den Niederlande (rund 29 %), Belgien (rund 35 %) und Frankreich (rund 44 %) freuen sich die Menschen mit Abstand am meisten darauf, nach dem Lockdown wieder ins Restaurant gehen zu können. Länderübergreifend gaben die Befragten dabei mit großer Mehrheit an, dass sie beim Essengehen das Zusammensein mit Familien und Freunden am meisten vermissen.

Seine Umfrage führte Lightspeed auch in diesen Ländern eine Umfrage durch: Deutschland (1.000 Befragte), Schweiz (200 Befragte), Niederlande (1.000 Befragte), Belgien (1.000 Befragte), Frankreich (1.000 Befragte).
(Lightspeed/KP)

 

Zurück zur Startseite

Weitere Themen