#Lokalrunde

Lebensmittelmarken starten Spendenaktion für die Gastronomie

Mit der Kampagne #Lokalrunde wollen einige Lebensmittelmarken der gebeutelten Gastrobranche unter die Arme greifen. Die Unternehmen haben das Geld für ihre Weihnachtsfeiern gespendet und rufen Freunde, Kunden und Wettbewerber dazu auf, sich anzuschließen.

Mittwoch, 09.12.2020, 13:43 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz

Sieben Lebensmittelmarken haben sich zusammengetan, um mit der Kampagne #Lokalhelden Spenden für die Gastronomie zu sammeln. (Foto: © pixelliebe/stock.adobe.com)

Gleich sieben Lebensmittelmarken haben sich zusammengeschlossen, um die Gastronomie mit der Aktion Weihnachtsspende statt Weihnachtsfeier zu unterstützen. Statt wie gewohnt ihre Weihnachtsfeier auszurichten, schenken sie ihr eingespartes Budget der stark von der Krise bedrohten Gastrobranche.

„Zum zweiten Mal in diesem Jahr befinden sich Gasthöfe, Restaurants, Bistros, Cafés und Kneipen in einem existenzbedrohenden Lockdown. Während unsere Branche, vergleichsweise ‚gut‘ davongekommen ist, sieht ein Großteil der Gastronomiebetriebe seine Existenz bedroht“, erklärt Michael Götz, CMO der Tiefkühlpizzamarke Gustavo Gusto und Initiator der Spendenaktion. „Darum möchten wir gemeinsam helfen – mit dem Geld, das dieses Jahr eigentlich für Weihnachtsfeiern, Glühwein mit dem Team oder Geschäftsreisen geplant war.“

Ein Zeichen von Solidarität, das von Herzen kommt

An der Kampagne #Lokalrunde beteiligen sich bislang followfood, Frosta, Gustavo Gusto, Little Lunch, Lycka, Ritter Sport und Rügenwalder Mühle. Doch dabei soll es nicht bleiben. Die Verantwortlichen hoffen, dass noch viele weitere Unternehmen, Händler beziehungsweise Marken ihrem Beispiel folgen werden und damit – gerade in der Weihnachtszeit – ihre Solidarität mit den betroffenen Gastronomiebetrieben zum Ausdruck bringen. „Die Aktion ist sicherlich nur ein kleiner finanzieller Tropfen für die gesamte Gastrobranche, aber ein sichtbares Zeichen der Solidarität. Eines, das von Herzen kommt, schließlich ist die Gastronomie mehr als nur Lebensmittel. Sie ist Lebensmittelpunkt“, so Götz.

Auch der Marketing Director der Frosta AG, Sebastian Bernbacher, hebt die Bedeutung der Gastronomie hervor: „Unsere Lieblingslokale sind so viel mehr, als das was auf der Speisekarte steht. Wir alle feiern dort zusammen. Wir tanzen, lachen, weinen, genießen und gönnen uns bis tief in die Nacht. Und das soll auch wieder so sein. Unbedingt.“

Spendenaufruf
Mit „Weihnachtsspende statt Weihnachtsfeier“ sollen Gastronomiebetriebe unterstützt werden. (Foto: © Franco Fresco)

So funktioniert’s

Die Spenden werden bei der Spendenplattform auf Betterplace gesammelt und dann über die Partner PayNowEatLater und SaveYourLocalBar nach dem Zufallsprinzip an Gastronomiebetriebe in Deutschland verteilt. Die Aktion läuft bis Ende Januar 2021 und wird dann an Gasthöfe, Restaurants, Bistros, Cafés oder Kneipen ausgezahlt.

Spenden können alle, auch Privatpersonen – etwa das Glühwein-Geld, das sie in diesem Jahr wegen der ausgefallenen Weihnachtsmärkte ‚gespart‘ haben. „Das Fatale an der aktuellen Situation ist, dass sie viele unverschuldete Verlierer erzeugt. Eine uns verwandte Branche, nämlich die Gastronomie, gehört leider dazu“, bringt es Jürg Knoll, Gründer von followfood die Situation auf den Punkt. „Zusammen mit den anderen beteiligten Lebensmittelmarken wollen wir unseren Freunden in Restaurants und Gaststätten zurufen: Gebt nicht auf! Aber wir wollen nicht nur Worte und Händeklatschen folgen lassen, sondern auch Taten. In Form einer gemeinsamen, spürbaren Spende. Danke allen, die sich daran beteiligen.“

(Franco Fresco GmbH/NZ)

 

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