Auszeichnung

Leaders Club kürt MUTMACHA! 2020

Statt des Leaders Club Awards hat das Gastro-Netzwerk dieses Jahr den „MUTMACHA! 2020“-Preis verliehen. Ausgezeichnet wurden Initiativen und Persönlichkeiten, die für Solidarität und Empathie in der Corona-Krise stehen.

Donnerstag, 17.12.2020, 14:43 Uhr, Autor: Kristina Presser
Leaders Club MUTMACHA! 2020 Preisträger

Leaders Club MUTMACHA! 2020 (v.l.n.r./v.o.n.u.): Ilona Scholl und Max Strohe, „Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF)“, Markus Quandt und Tim Mälzer. (Fotos: ©Leaders Club Deutschland)

Der Leaders Club Deutschland hat besondere Initiativen und Persönlichkeiten für ihr Engagement in der Corona-Krise ausgezeichnet und zu den MUTMACHA! 2020 gekürt. Insgesamt vier Preisträger dürfen sich über den Titel freuen. Der Preis wurde anstelle des renommierten Leaders Clubs Awards vergeben. Die Preisverleihung fand am Mittwochabend, 16. Dezember 2020, digital statt, moderiert von den Leaders Club-Vorständen Patrick Rüther und Tim Koch aus dem Restaurant Bullerei in Hamburg. Die Botschaft des Abends: 2020 war das Jahr von Empathie und Solidarität!

Die von einer Jury aus Leaders Club-Mitglieder ausgewählten Gewinner dürfen sich über eine einjährige Gastmitgliedschaft im Leaders Club, 100 Flaschen MUTMACHA!-Wein und 500 Euro „Trinkgeld“ für ihr Team freuen.

Die „MUTMACHA! 2020“-Gewinner

  • Kategorie „Soziales Engagement“: Ilona Scholl und Max Strohe vom Berliner Restaurant Tulus Lotrek. Während des Lockdowns starteten sie die Aktion „Kochen für Helden“ und zeigten damit Solidarität und Kampfgeist. Ihre Idee, Alltagshelden zu versorgen, dadurch ihre Mitarbeiter sinnvoll weiterzubeschäftigen und damit die Moral im Team hochzuhalten, habe Maßstäbe gesetzt und viele Gastronomen in ganz Deutschland angesteckt, heißt es in einer Meldung des Leaders Clubs.
  • Kategorie „Netzwerk für die Gastronomie“: „Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF)“. Der Zusammenschluss von Gastronomen, Club- und Barbetreibern aus Frankfurt am Main wurde gegründet, um die Interessen der Branche gegenüber der Politik und Gesellschaft sicht- und hörbarer zu vertreten. „Dabei haben die Mitglieder viel Kreativität und Einsatz gezeigt und für die Gastronomie als Ganzes gekämpft“, lobte Laudator Michael Kuriat. Dazu gehört auch die neue Online-Plattform FFMLY mit dem Ziel, in schwierigen Zeiten die Krise solidarisch zu meistern. „FFMLY steht für die ‚Frankfurter Familie’, eine starke Gemeinschaft, die in der Krise Empathie und Solidarität lebt“, erklärte Kuriat.
  • Kategorie „Unternehmerische Leistung“: Gastronom Markus Quadt aus Lingen im Emsland. Ihm sei es während des Lockdowns auf „einzigartige Art“ gelungen, seine Rolle als Wirt und Gastgeber in digitale Formate zu transformieren: mit Online-Angeboten wie der „größten digitalen Bierprobe der Welt“, dem coronakonformen „Lingener Bierkarussel“ und dem Aufbau eines erfolgreichen eigenen E-Shops in nur zehn Tagen. Ein völlig neues Geschäftsfeld für die „Alte Posthalterei“, das wohl auch nach Corona weiter bestehen bleiben wird. Laudator Axel Ohm: „Ohne Quadts Ideenreichtum wären seine Mitarbeiter durchschnittlich bei 5–10 Prozent ihrer Arbeitsstunden gelandet. Durch die Aktionen waren es durchschnittlich 65–70 Prozent.“ Dazu kommt: Quadt konnte aufgrund des Erfolgs seinem Team sogar einen monatlichen Bonus zahlen und statt Kündigungen auszusprechen zwei weitere Mitarbeiter einstellen.
  • Kategorie „Stimme der Branche“: Tim Mälzer. Während der Corona-Krise nutzt er seine mediale Bekanntheit, um seine Stimme für die von der Pandemie schwer getroffenen Gastronomie zu erheben, begründete der Leaders Club seine Entscheidung. „Tim Mälzer sucht immer wieder den Kontakt zu Politikern und Verantwortlichen, um ihnen die prekäre Lage deutlich zu machen. Dabei verbindet er schlagkräftige Argumente für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Gastronomie mit echter Betroffenheit.“ Sinnbildlich für den Einsatz des Preisträgers stehe sein emotionaler Auftritt bei Markus Lanz im Mai 2020, bei dem er unter Tränen seine Sorgen um die Mitarbeiter und die Zukunft der Branche äußerte. Darüber hinaus holte Mälzer die Aktion #kochenfürhelden nach Hamburg.

Ilona Scholl: „Das Jahr hat gezeigt: Alleine geht es nicht!“ Tim Mälzer appellierte an die Branche, jetzt nicht leiser zu werden: „Haltet durch! Es lohnt sich, die Stimme zu erheben. Denn eines ist sicher: Wir werden aus tiefstem Herzen vermisst!“
(Leaders Club/KP)

 

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