Corona-Krise

Gastronomen demonstrieren in Hannover

Um auf ihre prekäre Situation aufmerksam zu machen, gingen jüngst Mitarbeiter der Gastronomie und Hotellerie in der niedersächsischen Landeshauptstadt auf die Straße. Auch die fehlende Planungssicherheit für Feiern war Thema.

Dienstag, 30.06.2020, 14:14 Uhr, Autor: Kristina Presser
Demo von Gastronomen und Hoteliers in Hannover

Demo von Dehoga-Mitgliedern in Hannover: Ein Gastronom trägt ein Schild mit der Aufschrift „“Soll ich schon den Löffel abgeben?“. (Foto: ©picture alliance/dpa; Hauke-Christian Dittrich)

Die Lage für Gastronomen und Hoteliers verschärft sich: Am Dienstag haben Mitarbeiter von Gaststätten und Hotels in Hannover mit einer Demo auf die anhaltenden Umsatzverluste aufgrund der Corona-Krise aufmerksam gemacht. Laut Schätzungen versammelten sich etwa 250 Dehoga-Mitglieder zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz im Stadtzentrum.

Zwar haben viele Betriebe nach der vollständigen Schließung inzwischen wieder geöffnet. Jedoch gelten strikte Auflagen zu Hygiene- und Schutzmaßnahmen, aufgrund derer die Gästezahl reduziert werden muss. Zudem seien Teile des üblichen Jahresumsatzes schon verloren und lägen auch jetzt häufig noch unter 50 Prozent, erklärte Landes-Verbandspräsident Detlef Schröder.

Vor allem für die Ausrichtung von Feiern fehle Planungssicherheit: „Es gibt seitens der Landesregierung nach wie vor keine Wegweisung, ab wann Hochzeiten oder Geburtstage in der Gastronomie auch in größerer Gesellschaft wieder möglich sind.“ Viele der Demonstranten erschienen in ihrer Arbeitskleidung. Ein Mann im Koch-Outfit fragte auf einem Transparent: „Soll ich schon den Löffel abgeben?“
(dpa/lni/KP)

 

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