Studie

Business-Reisende zahlen vermehrt kontaktlos

Infografik zur DRV-Studie „Chefsache Business Travel 2020“
Infografik zur DRV-Studie „Chefsache Business Travel 2020“. (Grafik: ©DRV/www.chefsache-businesstravel.de)
Immer mehr Geschäftsreisende nutzen corona-bedingt kontaktlose Bezahlmöglichkeiten, wie die Studie „Chefsache Business Travel 2020“ nun ermittelte. Berührungsängste werden weniger, Bargeld verliert an Bedeutung.
Mittwoch, 29.07.2020, 11:43 Uhr, Autor: Kristina Presser

Nur Bares ist Wahres? Nicht in Corona-Zeiten. Münzen und Scheinen erfreuen sich derzeit keiner großen Beliebtheit, wohingegen kontaktlose Bezahlmethoden gefragter denn je sind. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Chefsache Business Travel 2020“, einer Initiative von Travel Management Companies im Deutschen Reiseverband (DRV). Demnach wollen rund zwei Drittel (65 Prozent) der Beschäftigten auf Geschäftsreisen künftig mit einem mobilen Endgerät zahlen – vor einem Jahr gaben das nur 17 Prozent an –, fast genauso viele mit Online-Diensten (57 Prozent). Auch die persönliche Kreditkarte (37 Prozent) und die EC-Karte (35 Prozent) lassen sich oftmals mit wenig Kontaktpunkten an den Scanner halten. Das Bargeld, das vor einem Jahr noch 50 Prozent genutzt haben, findet dagegen jetzt nur noch bei 31 Prozent der Befragten Anklang.

Aber auch andere digitale Tools gewinnen in dieser Zeit, da Hygiene oberste Priorität genießt, an Beliebtheit – Berührungsängste wurden abgebaut. Virtuelle und mobile Bezahlmethoden, wie zum Beispiel mobile Wallets, in denen Corporate Cards hinterlegt werden können, landen an erster Stelle der genutzten Bezahlmethoden auf beruflichen Reisen.

Digitale Angebote erhalten Auftrieb durch Corona-Pandemie

Alexander Albert, Vice President Program Management EMEA bei BCD Travel, zu den Studienergebnissen: „Die Sorge vor der Ansteckung drängt Berührungsängste vor der neuen Technologie in den Hintergrund. Daher beschleunigt die COVID-19 Pandemie die Nutzung bereits etablierter digitaler Angebote wie das digitale Bezahlen.“ Aber auch die technische Angebotsvielfalt nehme zu – sei es, dass künftig vermehrt Roboter an Flughäfen eingesetzt oder digitale Hotelschlüssel zum neuen Standard würden. Dieser Trend hätte sich, laut Albert, bereits vor der Pandemie abgezeichnet. „Gepaart mit dem Gesundheitsaspekt hat die Entwicklung jetzt enorm an Fahrt gewonnen, denn Geschäftsreisende stehen diesen Angeboten nicht nur offener denn je gegenüber, sondern fordern sie sogar ein.“

Zur Datenerhebung

Die Studie „Chefsache Business Travel 2020“ wurde im Januar 2020 vom Marktforschungsinstitut mo’web im Auftrag des Deutschen Reiseverbands (DRV) durchgeführt. 100 Geschäftsführer, die selbst regelmäßig auf Geschäftsreisen sind, sowie 100 geschäftsreisende Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern nahmen an der Online-Befragung teil. Ergänzend wurde im Mai 2020 eine weitere Online-Befragung zu Geschäftsreisen in der Corona-Krise durchgeführt. Daran nahmen 100 Geschäftsführer, die selbst regelmäßig auf Geschäftsreisen sind, sowie geschäftsreisende Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern teil.
(drv/KP)

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