Hilfsbereitschaft

Anschlag: Hotel lässt Monaco-Fans kostenlos logieren

Der Anschlag auf den BVB-Bus zeigte wieder einmal, wie eng die zivilisierte Menschheit länder- und fanübergreifend zusammenrücken kann. Auch ein Hotel in Dortmund bewies große Hilfsbereitschaft.

Donnerstag, 13.04.2017, 11:37 Uhr, Autor: Felix Lauther
Fußballfans im Stadion

Das „Hotel zur Post“ in Lüdinghausen nahm kostenlos Fans vom AS Monaco auf. (© picture alliance/nordphoto)

Fußball verbindet. Das konnte die internationale Gemeinschaft nach dem vermutlich terroristisch intendierten Sprengstoffanschlag auf den Teambus der Fußballmannschaft von Borussia Dortmund wieder einmal stolz feststellen. Die Solidarität mit den geschockten Fußballern und Fans begann bereits im Stadion, kurz nachdem der Stadionsprecher die Absage des Spiels den bereits anwesenden Fans vom BVB und dem AS Monaco mitteilte. Minutenlang skandierten die Fans aus dem Fürstentum „Dortmund, Dortmund“. Auch in den Folgestunden der allgemeinen Verunsicherung schwappte eine Welle der Hilfsbereitschaft durch Dortmund und Umgebung.

Lüdinghausener „Hotel zur Post“ machte auch mit
Um den Monegassen schnell und unkompliziert bis zum neu angesetzten Spieltermin Obdach zu bieten, nutzten viele Fans und Bürger in Dortmund das soziale Netzwerk Twitter. Unter dem Hashtag #tableforawayfans boten sie den gestrandeten Fans aus Frankreich eine Übernachtungsmöglichkeit bei sich zuhause an.

Auch das „Hotel zur Post“ aus Lüdinghausen fackelte nicht lange und beteiligte sich an der Hilfsaktion. „Wir sind leidenschaftliche Borussia-Fans hier im Hotel“, erklärt Hotel-Inhaberin Magdalene Uhlenkott gegenüber der „Welt“. Ihre Tochter habe unter diesem Hashtag auch Betten für Monaco-Fans angeboten. Danach habe das Telefon pausenlos geklingelt, sagt Uhlenkott weiter. Für sie als Hotelier sei es selbstverständlich gewesen, Fans aus Monaco kostenlos aufzunehmen. „Mich macht es einfach glücklich, dass wir diese fünf Jungs glücklich gemacht haben. Das war schon sehr bewegend, wir werden in Kontakt bleiben“, sagt Uhlenkott der „Welt“. (Welt.de / FL)

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