Ratgeber

Wie du als Gastronom mehr Kohle bekommst

Kellner sieht freudig auf sein Trinkgeld, Koch im Hintergrund regt sich darüber auf
(© Drobot Dean/luismolinero/Fotolia)
Die Gastronomie ist nicht gerade für ihre üppigen Gehälter bekannt. Doch es gibt ein schlagkräftiges Argument gegenüber dem Chef, wie du dein Gehalt verbessern kannst.
Donnerstag, 07.03.2019, 14:29 Uhr, Autor: Thomas Hack

Ein viel diskutiertes Problem in der Gastro: Jeder kann sich selbstständig machen, ohne überhaupt eine branchenrelevante Ausbildung absolviert zu haben. Und dort fehlt es dann oft an grundlegenden Fachkenntnissen, denn jemand, der keine gastronomische Ausbildung hat, kann freilich nicht mit einem qualifizierten Kollegen mithalten. Und genau diese Qualifikation ist es, die die Spreu vom Weizen trennt!

Unzählige Betriebe klagen darüber, dass sie keinerlei Personal finden, weil niemand mehr in der Branche arbeiten möchte. Diesen Umstand können ausgebildete Gastronomen für sich nutzen – bereits beim ersten Vorstellungsgespräch! Wenn du eine branchenrelevante Ausbildung abgeschlossen hast, dann versteck dich nicht, sondern geh bei den Gehaltsverhandlungen unbedingt auf folgende Punkte ein:

  • Weise darauf hin, dass es kaum noch qualifiziertes Fachpersonal gibt, du aber eine Ausbildung hast und Berufserfahrung mitbringt. Denn motivierte und ausgebildete Arbeitnehmer sind so gefragt wie noch niemals zuvor!
  • Mach deinem Chef klar, dass er mit dir als Fachkraft effizienter arbeiten kann als mit einem ungelernten Quereinsteiger. Oft genügt eine Fachkraft, wo es zwei unmotivierte Quereinsteiger braucht!
  • Führ immer wieder an, dass man mit ausgebildeten Arbeitnehmern sowohl Zeit als auch Geld spart – weniger Einarbeitungszeit, schnelleres Arbeiten, Branchenkenntnisse und Berufserfahrung
  • Wenn du bereits für verschiedene Betriebe gearbeitet hast, gib unbedingt jeden einzelnen davon an, da jedes gastronomische Unternehmen anders ist. Damit unterstreichst du deine breite Branchenkenntnis.
  • Biete bei Verhandlungen an, einen Probearbeitstag zu absolvieren (natürlich bezahlt). Egal ob im Service oder in der Küche, mit einem Probearbeitstag kannst du beweisen, dass du wesentlich mehr zu bieten hast als eine ungelernte Kraft.

Besonders wichtig: Leg dir deine Argumente vor dem Gespräch zurecht und verkaufe dich nicht unter Wert. Jeder Arbeitgeber, der sich in der Branche auskennt weiß, was er an einer ausgebildeten Fachkraft hat!

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