Tierwohl

US-Präsident Joe Biden lässt Gnade walten

„Chip“ und „Chocolate“ sind zwei Truthähne. Am kommenden Donnerstag ist Thankgsgiving und da wird in Amerika traditionellerweise Truthahn serviert. Landen die beiden Vögel jetzt auch auf dem Teller?

Mittwoch, 23.11.2022, 14:42 Uhr, Autor: Thiemo Welf-Hagen Wacker
Am vergangenen Montag begnadigte der US-Präsident Joe Biden zwei Truthähne.

Joe Biden begnadigt zwei Truthähne. (Foto: © picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Andrew Harnik)

Wenige Tage vor dem amerikanischen Fest Thanksgiving hat US-Präsident Joe Biden in einer traditionellen Zeremonie zwei Truthähne begnadigt. Damit blieb den beiden Vögeln das Schicksal vieler Artgenossen an diesem Feiertag erspart. Die Truthähne, die Biden am Montag bei strahlendem Sonnenschein auf der Südwiese des Weißen Hauses vor dem Tod bewahrte, heißen „Chocolate“ und „Chip“.

„Niemand mag es, wenn sein Truthahn kalt wird“

Er werde es kurz halten, sagte ein gut gelaunter Biden mit Blick auf niedrige Temperaturen von rund fünf Grad. „Niemand mag es, wenn sein Truthahn kalt wird“, scherzte der Präsident etwas doppeldeutig.

„Chocolate“ sitze gern in der Sonne und „Chip“ möge Basketball und Barbecue, sagte er. Die Vögel schnatterten während der Zeremonie mehrfach – aber als Biden einem von ihnen das Mikrofon vorhielt, blieb dieser still.

Die Begnadigung von Truthähnen hat Tradition

Die Begnadigung von Truthähnen durch den US-Präsidenten hat lange Tradition. Seit dem 19. Jahrhundert erhält die Präsidentenfamilie vor dem Feiertag einen besonders prächtigen Truthahn. Präsident Abraham Lincoln (1861 bis 1865) soll nach Angaben des Weißen Hauses auf Bitten seines Sohnes das erste Mal eines der Tiere begnadigt haben. Unter Präsident George Bush Senior wurde die Truthahn-Begnadigung 1989 festes Ritual.

(dpa/THWA)

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