Tourismus

Spanier hat Speck im Gepäck und wird abgeschoben

Er wollte sich wohl eine deftige Brotzeit gönnen. Dass sein Aufenthalt in Australien deswegen so schnell endet, hätte er wohl selbst nicht für möglich gehalten. Aber wieso musste er den Kontinent verlassen?

Montag, 16.01.2023, 11:44 Uhr, Autor: Thiemo Welf-Hagen Wacker
Schweinespeck.

Australien schickt spanischen Touristen unter anderem wegen des Mitführens von Schweinespeck zurück in seine Heimat. (Foto: © Marco Mayer/stock.adobe.com)

Australien hat einen 20-jährigen spanischen Touristen abgeschoben. Der Grund: Er hatte unerlaubt Fleisch und Käse mit sich geführt. Der Mann sei der erste Reisende, der wegen des Verstoßes gegen das neue Biosicherheitsgesetz das Land verlassen musste. Das teilte das australische Ministerium für Landwirtschaft mit. Zudem müsse er eine Strafe von 3.300 australischen Dollar (rund 2.125 Euro) zahlen.

Was fanden die australischen Beamten im Gepäck des jungen Spaniers?

Demnach fanden Beamte in Perth an der australischen Westküste im Gepäck des Spaniers 275 Gramm nicht gewerblichen Schweinebauchspeck, 665 Gramm Schweinefleisch und etwa 300 Gramm Ziegenkäse, die nicht deklariert waren.

Der politische Hintergrund

Die Regierung von Premierminister Anthony Albanese hatte im Oktober vergangenen Jahres härtere Strafen für Reisende angekündigt, die sogenannte Biosicherheits-Risikoartikel nicht deklarieren. Damit wolle Australien verhindern, dass Krankheiten und Schädlinge ins Land eindringen und sich verbreiten.

Die Änderungen traten Anfang Januar in Kraft. Australien hatte bereits zuvor eine der strengsten Biosicherheitsvorschriften der Welt.

Mit welchen Konsequenzen muss der junge Mann jetzt rechnen?

„Reisende, deren Visum annulliert wurde, werden mit dem nächstmöglichen Flug aus Australien abgeschoben und können mit einer Ausschlussfrist von drei Jahren rechnen, bevor sie wieder ein Visum beantragen können“, so das Ministerium.

(dpa/THWA)

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