Museumsgastronomie

Kulinarik als fester Bestandteil des Museumserlebnisses

Für die Dauer ihrer aktuellen Picasso-Ausstellung in Basel hat die Fondation Beyeler eigens im Haus das Café Parisien eingerichtet. Das gastronomische Konzept komplettiert ganz wesentlich das Event „Museum“.

Mittwoch, 13.03.2019, 12:28 Uhr, Autor: Kristina Presser
Blick in das Café Parisien in Basel

Café Parisien in der Fondation Beyeler, 2019 (Foto: © Matthias Mangold)

Der Museumsbesuch wird immer mehr zum Event. Und zu einem Event gehören Sinneseindrücke aller Art – also nicht nur sehen und hören, sondern auch schmecken. Hier kommt die Museumsgastronomie ins Spiel, die dadurch zunehmend an Bedeutung gewinnt. Wie sehr diese inzwischen das Ausstellungsprogramm mitbestimmt, zeigt sich bei der aktuell laufenden Sammlungsausstellung „Der junge PICASSO – Blaue und Rosa Periode“ der Fondation Beyeler in Basel. Extra für die Dauer der Schau wurde im Souterrain des Museums das Café Parisien eingerichtet. So können Besucher Picasso nicht nur durch seine gezeigte Kunst näherkommen, sondern auch das Paris des frühen 20. Jahrhunderts kulinarisch kennenlernen.

Eventgastronomie als Zeitreise
Noch bis 26. Mai 2019 läuft die Picasso-Ausstellung – und damit der Betrieb im Café Parisien. Neben dem eigentlichen Museumsrestaurant lädt es Besucher und Gäste mit einer eigenen Speisekarte zum Essen, Trinken und Verweilen ein. Die Inneneinrichtung komplettiert die kleine Zeitreise zurück ins Paris des frühen 1920er Jahre. Nostalgie pur.

Aber es gibt noch mehr zu erleben: Mittwochs verwandelt sich das Café in ein Varietétheater, in dem bunte, unterhaltsame und artistische Darbietungen stattfinden. Und das kommt nicht von ungefähr. Denn auch Pablo Picasso bewegte sich in seinen jungen Jahren in den Kreisen der Pariser Künstler-Bohème und der Zirkuswelt, die sich in einschlägigen Lokalen trafen. Von der Inspiration, die er daraus gewann, zeugen viele seiner Werke aus jener Zeit.

Freaky, sexy, mondän, bizarr – das erwartet Gäste bei der Varieté-Night. Gezeigt wird die Bohème der frühen 1920er-Jahre. Der Museumseintritt umfasst also nicht nur einen Ausstellungsbesuch, sondern auch eine artistischen, tänzerischen, akrobatischen und musikalischen Show, leckere Tapas und einen Drink.

Gemäß dem Ausstellungstitel können Besucher im Café Parisien jeden Mittwochabend zur „Blauen Stunde“ in das Pariser Nachtleben des beginnenden 20. Jahrhunderts eintauchen. Das vielseitige Programm umfasst Flamenco, Burlesque und Drag Shows sowie französische Chansons, literarische Stunden und kunsthistorische Vorträge.

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