Skurriles

Kuba will Staatsschulden mit Rum bezahlen

Aus den Zeiten des kalten Krieges sind zwischen Kuba und Tschechien noch 276 Millionen Dollar offen. Diese Staatsschulden möchte die Regierung in Havanna nun auf ungewöhnliche Weise begleichen.

Freitag, 16.12.2016, 10:39 Uhr, Autor: Markus Jergler
Rum und brennende Zigarre

Die NGG appelliert an die Politik, das Kulturgut Zigarre zukünftig zu schützen! (Foto © prohor08 / fotolia)

Die damalige Tschechoslowakei und Kuba waren zu Kriegszeiten beide Teil des kommunistischen Blocks – und das Wettrüsten war teuer. Dadurch schuldet Kuba der Regierung in Prag bis heute 276 Millionen Dollar. Da die kleine Insel jedoch nicht gerade für ihren immensen Reichtum bekannt ist, kam aus Havanna der Vorschlag, die bestehenden Schulden mit Rum zu begleichen. Laut dem tschechischen Ministeriumssprecher Michal Zurovec zieht es Prager Regierung jedoch vor,  wenn die Kubaner Ihre Rechnungen mit Geld bezahlen, zumindest teilweise. Da Tschechien eher als Biertrinkerland gilt, wäre das Land wohl für mehr als hundert Jahre mit Rum versorgt, sollte man auf das Angebot aus Havanna eingehen.

Im Rahmen der Verhandlungen kam aus Prag jedoch ein ebenso ungewöhnlicher Gegenvorschlag. Als Währung für die Schuldenrückzahlung würde man auch Medikamente akzeptieren. Einziger Haken: Kubanische Medikamente sind in der EU nicht zugelassen, Rum dagegen schon. (spiegel.de / MJ)

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